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SSV feiert Abschiedsparty mit Derbysieg

In einem hochdramatischen Handballderby siegte der SSV "VEG“ Dornbirn Schoren hauchdünn mit 30:29 und fügte Feldkirch nach dem Cuphalbfinale die zweite Niederlage in dieser Saison zu.

Dabei war nach Ablauf der 60 Minuten noch nicht klar, ob Dornbirn das Feld als Sieger verlässt. Nach einem Foul an Feldkirch hatte es Öri in der Hand, mit einem Tor noch den Ausgleich zu erzielen. Der Ball sprang an der SSV-Abwehr vorbei an die Innenseite der Kreuzecke und – sprang wieder zurück ins Feld. Schluss – aus – vorbei!

Erst jetzt löste sich die Anspannung bei den Spielerinnen, Zuschauern und Gästen und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Es war mehr als ein Sieg. Es war ein Abschiedsgeschenk. Ein Spiel, das begleitet war von, Verabschiedung, Tränen und Emotionen.

Nachdem vor Spielbeginn die Spielerinnen Ariane Maier, Jasmine Ramsebner, Michaela Bitriol und Regina Köldorfer sowie Cheftrainer Bojan Ancevski sowie Betreuer Stephan Ancevski vom Vorstand des SSV verabschiedet wurden, ging es auf dem Handballfeld gleich zur Sache.

Feldkirch legte vor, lag in der 13. Minute bereits mit 3:6 in Führung. Kapitänin Michi Linder hielt ihr Team mit 7 Toren, davon fünf Siebenmeter auf Tuchfühlung mit Feldkirch. In der 23. Minute erzielte sie erstmals den Führungstreffer für den SSV zum 12:11. Die Gäste konterten mit drei Toren in Folge und übernahmen wieder das Kommando. Bis zur Pause blieb es beim Zweitorevorsprung der Blauweißen (13:15).

Nach Seitenwechsel sollte der Generalangriff der Dornbirnerinnen erfolgen, aber Feldkirch war zuerst am Drücker und erhöhte auf 13:16. So sehr sich Maier und Co. auch bemühten, sie kamen nicht an Feldkirch heran bzw. vorbei. Nach 46 Minuten führten die Gäste nach wie vor mit 20:22. Erst jetzt kam die stärkste Phase des SSV “VEG“ Dornbirn Schoren: Ariane Maier erzielte den Anschlusstreffer, Jasmine Ramsebner glich aus und warf den Führungstreffer zum 23:22. Als Anna Moosbrugger und Ariane Maier per Siebenmeter auf 25:22 erhöhten, glaubten alle bereits an die Wende. Doch Feldkirch zeigte Moral, kam wieder ins Spiel zurück und kämpfte sich Tor um Tor an Dornbirn heran. In der 55. Minute glich Öri aus zum 27:27. Die Halle brodelte, verwandelte sich in einen Hexenkessel. 500 Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Geburtstagskind Johanna Rauch traf zum 28:27, Sekunden später glich Kainrath wieder aus. Als Öri einen Siebenmeter vergab, nutzte Michaela Lindner die Chance auf die erneute Führung zum 29:28. Wieder brachten die Dornbirnerinnen den Vorsprung nicht über die Zeit. Ströhle erzielte das 29:29. Es war Jasmine Ramsebner, die den 30. Treffer für den SSV warf. Zu spielen waren noch etwas mehr als zwei Minuten, in denen aber keines der beiden Teams zu einem Torerfolg kam. Sechs Sekunden vor Spielende erhielt Nadine Urban eine Zeitstrafe wegen Foulspiels. Die Uhr lief ab, der Freiwurf von Öri blieb – wie anfangs erwähnt – zum Glück ohne Folgen für die Dornbirnerinnen.

Am Ende hatten die Dornbirnerinnen das Glück auf ihrer Seite, der Sieg ging aber aufgrund der zweiten Halbzeit und dank der kämpferischen Leistung in Ordnung. Feldkirch war ein sehr starker Gegner, der bis zum Schluss dagegenhielt und dieses Derby zu einem der spannendsten in der fünfjährigen Geschichte machte. Dornbirn verkürzte nach diesem 12. Aufeinandertreffen (10x WHA, 2x Cup) auf 5:7.

“Wir habe uns am Anfang sehr schwer getan. Feldkirch stand sehr geschickt, wir können unser schnelles Spiel nicht umsetzen. Erst in der zweiten Hälfte fanden meine Mädels besser ins Spiel. Trotz oftmaligem Unterzahlspiel (Anm. SSV bekam 12 Zweiminutenstrafen, Feldkirch 8), biss meine Mannschaft auf die Zähne und zeigte totalen Einsatz. Ich bin sehr stolz auf mein Team und tief bewegt, was uns heute gelungen ist”, freute sich Bojan Ancevski mit heiserer Stimme nach diesem knappen Derbysieg.

Tore für den SSV:
Onderkova Katarina (1. – 60.), Peter Cathi (für zwei 7m in Spiel, hielt einen davon), Lindner Michaela (9/6), Maier Ariane (8/4), Rauch Johanna (6/1), Ramsebner Jasmine (3), Moosbrugger Anna (2), Franz Nadine (1), Urban Nadine (1), Stoppel Irina, Schelling Pia, Tatzreiter Anna, Bitriol Michaela, Köldorfer Regina;

Zweiminuten: 12!!
Franz Nadine (3x), Bitriol Michaela (3), Maier Ariane (2), Ramsebner Jasmine, Urban Nadine, Lindner Michaela, Ancevski Bojan;

Rote Karten: 2
Franz Nadine, Bitriol Michaela

Quelle: SSV Dornbirn-Schoren

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