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Sri Lanka: Angriff auf Armeestützpunkt

Die tamilischen Rebellen in Sri Lanka haben nach eigenen Angaben erneut einen Armeestützpunkt aus der Luft angegriffen und schwer beschädigt.

Zwei Kampfflugzeuge hätten Bomben auf eine Landebahn und ein Militärdepot im Norden des Landes geworfen, sagte ein Sprecher der Befreiungstiger von Tamil Eelam. Der Armeestützpunkt auf der Halbinsel Jaffna sei schwer beschädigt worden.

Das Militär wies die Darstellung umgehend zurück. Es habe überhaupt keinen Luftangriff der Rebellen gegeben, sondern lediglich ein kurzes Artilleriegefecht in der Gegend. Die Kämpfer der LTTE hatten vor knapp einem Monat ihren ersten Luftangriff auf die Armee geflogen, was Beobachter überraschte.

Im Norden von Sri Lanka sind unterdessen bei dem Anschlag auf einen Bus mindestens drei Menschen getötet worden. 37 weitere Passagiere seien bei der Explosion einer Mine verletzt worden, teilte das Militär mit. Der Bus sei am späten Montagabend von Mannar im Nordwesten des Inselstaates in die Hauptstadt Colombo unterwegs gewesen, als der Sprengsatz detonierte. Die Armee machte tamilische Rebellen für den Anschlag verantwortlich. Die Aufständischen wollen mit der Explosion jedoch nichts zu tun haben.

Die Befreiungstiger von Tamil Eelam kämpfen seit Jahrzehnten für einen unabhängigen Staat im Norden und Osten des asiatischen Inselstaats. In dem Konflikt kamen seit 1983 etwa 68.000 Menschen ums Leben, davon mehr als 4000 allein in den vergangenen 16 Monaten.

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