Sri Lanka: 380 Tote bei Kämpfen

Bei wochenlangen Kämpfen um eine Tamilen-Hochburg in Sri Lanka sind nach Militärangaben fast 380 Menschen getötet worden, die meisten davon Rebellen.

Mindestens 45 Soldaten und 331 Angehörige der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) seien im Distrikt Batticaloa im Osten des Landes ums Leben gekommen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit. Nach mehreren Wochen habe die Armee nun die Kontrolle über den umkämpften Ort Vakarai. Die LTTE nahm keine Stellung zu den Angaben.

Der Küstenort Vakarai, 240 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Colombo, war in einem Friedensabkommen im Jahr 2002 den Befreiungstigern zugesprochen worden. Der Konflikt zwischen der Regierung und der LTTE hatte sich ungeachtet eines im Februar 2002 geschlossenen Waffenstillstandes in den vergangenen Monaten verschärft. Die Rebellen kämpfen für die Autonomie des Nordostens; seit 1972 starben mindestens 60.000 Menschen.

Mehr als 10.000 Menschen befinden sich auf der Flucht. Zu Fuß und auf Traktoren verließen Tausende Menschen Vakarai in südliche Richtung. Einige von ihnen trugen weiße Fahnen. Sie machten sich auf den Weg in das von Regierungseinheiten kontrollierte Gebiet. Die Vereinten Nationen (UN) bestätigten die Flucht aus Vakarai. Bereits in den vergangenen Wochen waren von dort 20.000 bis 25.000 Menschen geflüchtet.

In dem südasiatischen Inselstaat Sri Lanka tobt seit Jahrzehnten ein Bürgerkrieg. Seit Beginn des abgelaufenen Jahres kamen in dem immer eskalierenden Konflikt mehr als 3000 Menschen ums Leben. Der Waffenstillstand aus dem Jahr 2002 besteht faktisch nur noch auf dem Papier.

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