Sprengstoffspuren auch an Wrack der 2. Tupolew

Ermittler haben auch am Wrack der zweiten Tupolew-Maschine, die am Dienstagabend in Russland abgestürzt war, Sprengstoffspuren entdeckt. Das berichtete die Nachrichtenagentur ITAR-TASS am Samstag. 

Am Freitag hatte der Geheimdienst bereits den Absturz der anderen Tupolew als „Terrorakt“ bezeichnet.

Bei den zeitgleichen Abstürzen der beiden Tupolews am Dienstagabend waren alle 90 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Zahlreiche Hinweise deuten darauf hin, dass tschetschenische Selbstmordattentäterinnen auf den beiden Flügen Sprengsätze zündeten.

Russische Medien berichteten, auf einer islamistischen Internet-Seite habe ein Terrorkommando mit der Bezeichnung „Islambuli-Brigade von El Kaida“ die Verantwortung für die Abstürze übernommen. Trotz des Terroranschlags will der deutsche Bundeskanzler Schröder am Montag zu einem Treffen mit Präsident Putin und Frankreichs Staatspräsident Chirac nach Sotschi reisen.

Indes verschärfte Russland die Kontrollen an den Flughäfen. Passagiere müssten den Fluglinien in Zukunft beim Kauf ihres Tickets alle Einzelheiten aus dem Pass angeben. Der Schritt werde die Dokumentation von Passagieren und Gepäck transparenter gestalten.

In Russland haben Angehörige Abschied von den Opfern der beiden Flugzeugabstürze genommen. In den südrussischen Städten Sotschi und Wolgograd wurden am Samstag die ersten Toten beigesetzt.

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