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"Splitter": ÖSV-Damen waren shoppen

Bei Österreichs Ski-Damen, die bereits am Sonntag vor WM-Beginn nach Val d'Isere gereist sind, ist nie so etwas wie Lagerkoller aufgekommen.

“Wie haben lustige Sachen gemacht, waren Eishockeyspielen, Shoppen, oder sind einfach so durch die Ortschaft geschlendert. Das lenkt ab und dann passt dann schon wieder”, erzählte Kathrin Zettel, die sich als Weltmeisterin “bei Peak eine Kleinigkeit gönnte”. Anna Fenninger hingegen hat nur geschaut: “Ich habe nichts gekauft, ich habe nicht so viel Geld”, meinte das Teamküken.

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Anna Fenninger hat sich ihr beim Abfahrtssturz verletztes Knie in Albertville anschauen lassen, die Kapselverletzung bereitet ihr aber keine Probleme mehr. Auch ein Krankenhausbesuch kann eine Abwechslung sein im Rennalltag. “Es war wenig los in Gegensatz zu unseren Krakenhäusern”, stellte die Salzburgerin fest. Langweilig ist ihr jedenfalls bei ihrer ersten WM nie geworden: “Wir haben uns gegenseitig gut unterhalten. Ich hatte keine Erwartungen an die WM, was die Stimmung betrifft, weil ich noch nie bei einer war. Ich dachte, ich schaue mir das einmal an.” Zum Glück gefiel es ihr, so dass sie auch bei der nächsten WM wieder mit dabei sein will.

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Tina Maze war nach dem ersten Durchgang des WM-Riesentorlaufs richtig wütend. “Die Brille war vereist, ich konnte nichts sehen”, berichtete die Slowenin über ein ähnliches Handicap wie Nicole Hosp. Mit der berühmten Wut im Bauch knallte Maze dann in Finale eindrucksvolle Laufbestzeit hin und holte noch Silber. “Vielleicht sollte mich vor jedem Rennen jemand richtig wütend machen”, glaubte Maze, ein neues Erfolgsrezept gefunden zu haben.

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Mit ihrer Silbernen im Riesentorlauf sorgte Tina Maze für die erste slowenische WM-Medaille seit acht Jahren, Landsmann Mitja Kunc hatte 2001 in St. Anton Slalom-Bronze gewonnen. “Ich komme aus der selben Gegend wie er, wir sind fast Nachbarn. Ich hoffe, dass viele Kinder unserem Beispiel folgen und auch Skifahrer werden”, meinte Maze, die wie Kunc aus Crna na Koroskem kommt.

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FIS-Renndirektor Günter Hujara hat den aufmüpfigen “Kleinen” der Skiwelt am Donnerstagabend ein wenig den Wind aus den Segeln genommen. “Gewisse Leute wollen mehr und mehr, respektieren aber nicht einmal die Grundregeln”, meinte Hujara über eine Vielzahl von Fehlstarts und Materialverstößen (Schuhe, Ski, Bindung) beim Qualifikations-Rennen für den Riesentorlauf. Die FIS bietet vor den Rennen mehrfach offizielle Materialkontrollen bei Mike Kertesz an, einige Nationen haben davon allerdings keinen Gebrauch gemacht.

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