Spielrhythmus & Match verloren

Österreichs Parade-Doppel Karl Jindrak/Werner Schlager ist beim olympischen Tischtennis-Turnier in Athen im Achtelfinale durch ein unerwartetes 0:4 (-10,-7,-6,-7)-Debakel gegen die Dänen Michael Maze/Finn Tugwell vorzeitig ausgeschieden.

Das favorisierte ÖTTV-Duo kam nie in seinen Rhythmus und bleibt damit auch bei seinen dritten Olympischen Spielen medaillenlos. Somit ist vom Österreicher-Quartett nur noch Werner Schlager im Bewerb, er spielt am Abend (20:00 Uhr MESZ) gegen den Deutschen Timo Boll.

Im gemeinsamen Trainingslager in der letzten Juli-Woche in der schwedischen Stadt Köpping hatten Jindrak/Schlager gegen die Dänen keinen Satz verloren und auch die bisherigen Duelle auf der Pro Tour gingen an das SVS-Niederösterreich-Paar. Bundestrainer Ferenc Karsai sah einen Grund für die Niederlage im ersten Satz. „Da waren die Dänen sehr nervös, Charly und Werner haben das aber nicht ausgenützt. Sie haben absolut schlecht gespielt, hatten eine unglaubliche Nervosität“, meinte der Coach.

Der Ungar hatte eine Karte für das bald anschließende Herren-Handball-Match seiner Landsleute gegen Frankreich und konnte dabei vielleicht ein bisschen abschalten, Schlager hatte aber neun Stunden vor seiner Achtelfinal-Partie gegen Boll an seiner Leistung zu kiefeln. „Das war nicht gerade aufbauend. Ich hab’ mir nach dem Einzel gegen Li gedacht, dass ich die Bedingungen im Griff hab’. Aber es war schwer für mich, hatte große Probleme, war unsicher und hab’ zu viele Fehler gemacht. Die Qualität der Bälle war viel zu schwach.“

Immer wieder ging der Ball bei scheinbar einfachen Schlägen ins Out, die beiden Österreicher konnten sich einfach nicht an die Beeinträchtigung durch die Klimaanlage gewöhnen. Schlager: „In der Trainingshalle treff’ ich jede Kugel. Aber in der Wettkampfhalle geht dann nichts mehr. Schade, dass es bei Olympia ist.“ Seit dem Beginn der Wettkampf-Phase am vergangenen Samstag durfte nicht mehr in der Haupthalle trainiert werden, womit das Gefühl für die Verhältnisse abhanden gekommen ist.

Bei Jindrak war das Olympia-Gefühl in seinem einzigen Match gar nicht erst aufgekommen: „Ich fühle mich wie bei einem schlecht organisierten Pro-Tour-Turnier. Das dürfte bei Olympia nicht passieren.“ Dazu kam, dass sich die Dänen mit ihrer Zweitrunden-Partie schon eingespielt hatten. Übrigens unterlagen auch die Chinesen Kong Linghui/Wang Hao (2) sensationell bei ihrem Olympia-Einstieg den Schweden Jan-Ove Waldner/Jörgen Persson, auch Boll/Zoltan Fejer-Konnerth schieden aus.

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