Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Spekulationen über Lösegeld für Betancourt

Die franko-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt ist nach sechs Jahren Gefangenschaft bei den kolumbianischen FARC-Rebellen am Freitag von Staatspräsident Sarkozy in Frankreich empfangen worden.

Unterdessen haben Spekulationen über mögliche Lösegeldzahlungen begonnen. Die betroffenen Staaten wiesen dies zurück, auch Betancourt hält dies für unwahrscheinlich.

Der Schweizer Radiosender RSR hatte berichtet, Betancourt und die 14 anderen Geiseln seien für etwa 20 Millionen Dollar (12,6 Millionen Euro)von den USA freigekauft worden. Die Befreiungsaktion sei lediglich eine “Maskerade” gewesen. Betancourt reagierte darauf skeptisch. “Das, was ich miterlebt habe, kann keine Inszenierung gewesen sein”, sagte sie. Die kolumbianischen Militärs, die unbewaffnet als Vertreter einer Hilfsorganisation auftraten, seien enorm angespannt gewesen. “Als der Hubschrauber abhob und der FARC-Kommandant überwältigt war, brach eine enorme Freude aus. Die war sicher nicht gespielt”, sagte sie. Auch die USA, Frankreich und Kolumbien wiesen die Spekulationen zurück.

Betancourt zeigte sich nach ihrer Ankunft in Frankreich am Militärflughafen Villacoublay überglücklich: “Im Dschungel habe ich vor Schmerzen geweint, heute weine ich vor Freude”, sagte sie. Sie dankte der französischen Bevölkerung und dem Präsidenten für ihren unermüdlichen Einsatz, dem es zu verdanken sei, dass es zu keiner gewaltsamen Befreiungsaktion gekommen war. Betancourt ging in Frankreich zur Schule und hat neben der kolumbianischen die französische Staatsbürgerschaft. Ihre beiden Kinder leben in Frankreich.

Die 47-Jährige hat in ihrer mehr als sechs Jahre dauernden Geiselhaft im Dschungel nach eigenen Worten “grauenhafte” Gewalt erlebt. Sie sei gefoltert und erniedrigt worden, sagte Betancourt in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem französischen Sender Europe 1. Drei Jahre lang habe sie rund um die Uhr Ketten tragen müssen. “Es war so grauenhaft, dass es ihnen, glaube ich, selbst zuwider war”, sagte Betancourt.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Spekulationen über Lösegeld für Betancourt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen