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Spektakel von Wiederauferstehung "Flözen" lockte Menschenmassen an

Altbürgermeister Hans Kohler mit den "Flözern" der Familie Kiechle
Altbürgermeister Hans Kohler mit den "Flözern" der Familie Kiechle ©VN-TK
Mehr als tausend Besucher wollten sich nach vielen hundert Jahren Pause das Spektakel Flözen nicht entgehen lassen.
Beste Bilder Schau-Flözen Triftanlage
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RANKWEIL. Auf sehr großes Interesse stieß bei der Bevölkerung von Rankweil und dem Vorderland die Generalprobe Schau-Flözen von der Brücke Batschuns bis zum Steg nach Muntlix mit rund 700 Meter Länge. 250 Stämme aus Holz mit einer Länge von ein Meter und 2,2 Meter haben die Flözer Eugen Kiechle, Peter Kiechle, Josef Kiechle und Andreas Kiechle vor mehr als tausend begeisterten Zuschauern, darunter auch die Besucher Rankweil Vizebürgermeister Andreas Prenn und Rankweil Gemeinderat Helmut Jenny, entlang hinter dem Gewerbepark Rankweil im Wasser transportiert. Die Frutz wurde schon ab dem Jahr 1300 als Energiequelle und für Transportzwecken nach der Holzgewinnung genützt und die Flözerei hat in der Marktgemeinde Rankweil eine große Tradition. Vor allem viele gewerbliche Betriebe an der Frutz nutzen diese Möglichkeit in früheren Jahren, als es noch keine Straßenverbindungen von Laterns nach Rankweil gegeben hat. 3200 Kubikmeter Holz war der Höchststand mit der Flözerei und war Teil des Wirtschaftswachstums im Vorderland. Das Flözen ist nur bei Schmelzwasser möglich. In den Monaten März bis Mai zählte das Flözen in Rankweil zur großen Tradition und Attraktion.

Die Generalprobe fand großen Anklang bei allen Beteiligten. Das Schau-Flözen war ein Spektakel und die Wiederauferstehung ist voll und ganz gelungen. Seit vier Jahren laufen vom Verein Kultur Gut Trift mit Rankweil Altbürgermeister Hans Kohler an der Spitze in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Rankweil die großen Sanierungsarbeiten und sind nun weitgehend abgeschlossen. Das Budget der Instandsetzung der Triftanlage beträgt 450.000 Euro und wird mit 40 Prozent von der MGR getragen. „Die Eigentümer die Marktgemeinde Rankweil muss nun entscheiden in welche Richtung es gehen wird. Soll es eine touristische Attraktion für ganz Österreich künftig werden oder macht man weiterhin nur Erhaltungsmaßnahmen. Ein neues Konzept für die regionale Vermarktung wird demnächst erstellt. Der Grundstein zu einem neuen Schmuckstück ist gemacht“, sagt Kultur Gut Trift Obmann Hans Kohler. Das ehemalige Gemeindeoberhaupt hat zusammen mit Josef Bechtold  und Karl Morscher in den letzten Jahren sehr viel Zeit in dieses Projekt gesteckt und würde sich freuen, wenn es sich für die Zukunft doppelt bezahlt macht. Die Triftanlage Rankweil ist auf nationaler Ebene die einzige erhaltene in dieser Form Kulturlandschaft.

Eröffnung

Die offizielle Eröffnung der Triftanlage im Rankweiler Gewerbepark geht von 13. Und 14. September mit einem tollen zweitägigen Programm über die Bühne. Es ist auch die Abschlussveranstaltung vom Rankweiler Sommer. Der neue Flözerlehrpfad mit 18 Stationen wird in einem gebührenden Rahmen feierlich übergeben. VN-TK

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