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Sparpakete bei AUA und Lufthansa: Annäherung bei EU-Auflagen

©APA
Die Deutsche Lufthansa, die sich in den nächsten Wochen ein milliardenschweres Sparprogramm auferlegt, hat gestern, Mittwoch, auch dem österreichischen Übernahmeziel AUA weitere Zugeständnisse zur Lastenteilung abgerungen, damit sich der Deal doch noch rechnet.
Lufthansa kommt EU bei Streckennetz entgegen
Lufthansa stellt Zusatzforderungen an AUA

In letzter Minute, wie es zur APA hieß: Die Entscheidungen mussten bis gestern fallen, auch mit Blick auf den engen Zeitkorridor mit Brüssel.

Die schwere Krise in der Luftfahrt hat für die Deutschen die Restrukturierung der AUA noch teurer gemacht, es soll um mehrere hundert Millionen gehen. Daher müssen die Kosten der Österreicher weiter runter.

Ein 150 Millionen schweres nunmehr drittes Sparpaket bei der AUA, das – nach 225 Mio. Euro für heuer und 200 Mio. Euro ab 2010 – binnen weniger Monate fixiert worden ist, sieht zusätzliche Sparmaßnahmen über die zuletzt beschlossenen Schritte (Abbau von bis zu 1.000 Stellen bis Mitte 2010) vor. Es sollen der verbleibenden Belegschaft Einschnitte abverlangt werden – darunter Gehaltsverzichte. Aber keine zusätzlichen Kündigungen.

Am Mittwoch hat der Vorstand mit den Betriebsräten der Gruppe (AUA, Tyrolean etc) vereinbart, ein weiteres – befristetes – Sparprogramm im Volumen von 150 Mio. Euro aufzusetzen. Hauptsächlich bei den Personalkosten. Heute, Donnerstag, ab dem späten Nachmittag sind Betriebsversammlungen in der AUA. Da wird die Belegschaft informiert. Belegschaftsvertreter haben bereits bekundet, den Kurs mitzutragen, damit der rettende Lufthansa-Deal zustande kommt. Die Belegschaftsversammlung ist nicht medienöffentlich.

Vereinbart ist, den AUA-Personalaufwand von 2010 bis 2015 um fünf Prozent zu senken. Der AUA-Vorstand argumentiert mit “Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit”, und dem Plan, sicherzustellen, dass die Airline auch in schwierigem Umfeld in den nächsten Jahren so schnell wie möglich rentabel wird. APA-Informationen, dass die Lufthansa der AUA diesen Kurs auferlegt hat, wurden vom Management nicht kommentiert. In informierten Kreisen wird aber auf ein Schreiben der Deutschen verwiesen.

Die 150 Mio. Euro Kostenersparnis “auf Basis Barwert” werden im Detail jetzt verhandelt. Das Programm ist auf sechs Jahre angelegt. Dem Vernehmen nach geht es – was das Personal betrifft – um diverse Maßnahmen wie forcierten Urlaubsabbau, oder teilweisen Lohnverzicht. Es kann sich aber um tageweise unbezahlten Urlaub oder Verzicht auf Gehaltserhöhungen handeln.

Der AUA-Vorstand äußerte sich zuversichtlich, dass die “Integration der AUA in die Lufthansa gelingen wird”, hieß es in einer Mitteilung Mittwochnachmittag.

Dank der neuen Einsparungen bei der Austrian Airlines, die die Rentabilität des Zukaufs erhöhen sollen, soll die Lufthansa nun zu einer Bereinigung des Streckennetzes bereit sein und damit der EU-Kommission entgegen kommen. Die Zusagen der deutschen Airline beziehen sich laut “Standard” (Donnerstag) erstmals auch auf die zentrale Strecke Wien-Frankfurt. Zudem würden weitere Zugeständnisse auf der Genf-Route gemacht. Im Streit um die Freigabe der AUA-Übernahme durch Brüssel könnte dieser Schritt einen Durchbruch bringen, werden nicht näher genannte Insider zitiert. Die EU-Freigabe bis 31. Juli sei wieder möglich, heißt es. Es sehe nun deutlich besser aus, wenngleich noch nicht von einer Einigung die Rede sein könne, so die informierten Kreise dem Blatt zufolge. Möglicherweise könne Brüssel von einer verlangten Bereinigung auf der München-Route Abstand nehmen, wenn dank besserer Verbindungen auf der Schiene mehr Wettbewerb eintreten sollte.

Die Deutsche Lufthansa reagiert gerade selber auf die weltweite Krise des Luftverkehrs mit einem massiven Sparprogramm. In einem Brief an die Mitarbeiter, aus dem das deutsche “Handelsblatt” (Donnerstagsausgabe) zitiert, stimmt Lufthansa-Passagiergeschäfts-Vorstand Christoph Franz die Belegschaft auf einen drastischen Sparkurs ein. So wolle die Lufthansa bis 2011 die Kosten im Passagierverkehr nachhaltig gesenkt haben, um jährlich eine Milliarde Euro einzusparen.

Die Lufthansa will dem Bericht zufolge mittelfristig vor allem im Bereich der Verwaltung des Geschäftsfelds Passage bis zu einem Fünftel der Mitarbeiter einsparen.

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