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Sparkassen-Ergebnis stürzt ab

Um 75,5 Prozent im Vergleich zu 2007 eingebrochen ist letztes Jahr das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) der fünf Vorarlberger Sparkassen.

Das berichtete gestern der Sprecher des Sektors, Dornbirn-Vorstandschef Werner Böhler, im Beisein der Vorstandskollegen der vier Schwesterinstitute. Auf unsere Frage, ob diesmal auf die Veröffentlichung der Kennzahlen der einzelnen Häuser verzichtet wurde, um vielleicht einzelne, besonders dramatische Jahresverläufe zu kaschieren, verneinte Böhler: „Wir alle haben der Krise massiv Tribut gezollt.”

Wertberichtigungen

Hauptgrund, warum das EGT quasi geviertelt wurde, waren die bei Wertpapieren notwendigen Wertberichtigungen, da „wir konservativer veranlagen und Bilanz legen als mancher Mitbewerber. Freilich hoffen wir, dass wir beim Gros der Papiere zu gegebener Zeit wieder aufwerten können”, möchte Böhler die bilanzielle Momentaufnahme nicht überdramatisiert wissen. Denn maßgeblicher als Bilanzzahlen sei das Vertrauen der Kunden, das „sich in 12.000 Neuzugängen vor allem in der zweiten Jahreshälfte 08 eindrucksvoll manifestiert”, verwies Böhler auf einen Spareinlagenzuwachs im Ländle-Sektor in Höhe von fast 12 Prozent. Dass den Primärmitteln von erstmals über 3 Mrd. Euro auch Ausleihungen von knapp über 3 Mrd. Euro gegenüberstehen, wertete der Sparkassen-Sprecher als „Beleg, dass wir das uns in der Region Anvertraute in Gestalt von Krediten wiederum unseren Kunden anvertrauen”. Eben weil die Sparkassen nicht nur Schönwetterpartner seien, haben sie für heuer 500 Mill. Euro für Kredite an heimische Kunden reserviert, um eine „Kreditklemme” gar nicht erst aufkommen zu lassen.

2009 keine Entspannung

Weil das Sparkassen-Motto „Menschen zählen” in Krisenzeiten erst recht umzusetzen sei, sehen die Institute bei Kunden, die ihren Job verloren, für 12 Monate die Kontoführungsgebühr nach. Die Mitarbeiter seien angewiesen, mit Kunden in schwieriger Lage aktiv Lösungen zu erarbeiten, auch Stundungen zu arrangieren. Was das „aufgeweichte” Bankgeheimnis angeht, hoffen Böhler und Kollegen, dass der „begründete Verdacht”, der eine Öffnung von Konten vorsieht, von einem österreichischen Gericht festgestellt werden muss. Fremdwährungskredite in Schweizerfranken wollen die Sparkassen, weitestgehend OeNB-konform, nur noch dann an Firmen und Private aushändigen, wenn z. B. Exporterlöse oder Grenzgängereinkommen in CHF gegenüberstehen. Und was den Haftungsverbund der Sparkassen mit der Erste Bank betrifft, stehen die zu weniger als 1 Prozent beteiligten Ländle-Institute nur fürs Österreich-Geschäft der Ersten gerade, nicht für das in Zentraleuropa. Obwohl 2009 laut Einschätzung der Sparkassen-Vorstands­chefs „eher keine Entspannung, sondern vermutlich Depression und Inflation bescheren” dürfte, seien sie dennoch von Zuversicht getragen. Mut mache nicht nur die schon oft bewiesene Robustheit unserer Wirtschaftsregion, auch auf die handelnden Personen dürfe man zählen.

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