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Sparern sitzt das Inflationsgespenst im Nacken

78 Prozent der Österreicher haben ein Sparbuch
78 Prozent der Österreicher haben ein Sparbuch ©APA (Archiv/dpa)
Zwar sind Notenbanker, Bankmanager und Wirtschaftsforscher bisher überzeugt, nach der Finanzkrise das Inflationsgespenst im Schrank halten zu können. Bei den Kunden der Banken steigt trotzdem die Angst, dass die Teuerung in den nächsten Jahren ihr Erspartes mindert. Eine IMAS-Umfrage vor dem heurigen Weltspartag zeigt, wie sehr die Krise die Risikoscheu der Österreicher hat wachsen lassen.

62 Prozent und damit fast zwei Drittel der Befragten geben an, sich vor Geldabwertung und Inflation zu sorgen. In vergleichbaren Umfragen vor Ausbruch der Krise vor drei Jahren waren es 46 Prozent gewesen. Viermal stärker als 2006 sind heute offenbar die Kopfschmerzen, Geld an der Börse zu verlieren. Immerhin 58 Prozent fürchten Verluste bei Fonds und Aktienkursen, ein signifikanter Anstieg um 42 Prozentpunkte. Jeder Dritte fürchtet, sich das Sparen nicht mehr leisten zu können.

“Die Krise hat das Vertrauen in das Finanzsystem stark erschüttert”, sagte Erste-Bank-Chefin Bleyleben-Koren am Donnerstag. “Hier haben wir harte Aufbauarbeit vor uns”.

Die Menschen sparen mehr als vor der Krise. Das heißt, die Österreicher warten mit Geld am Sparbuch auf ein Ende der Krise, würden sogar noch mehr sparen, wenn sie könnten. Gaben die Befragten 2006 an, im Monat im Schnitt 132 Euro auf die hohe Kante zu legen, waren es heuer im Sommer 155 Euro. Mit 12 Prozent erreicht demnach die Sparquote heuer ein neues Hoch. 8 von 10 Österreichern haben ein Sparbuch (78 Prozent). Mit 58 Prozent ist der Bausparvertrag die zweitliebste Sparform der Österreicher, gefolgt vom Versicherungssparen (41 Prozent). 17 Prozent gaben auch Fonds als ihr Anlageprodukt an.

Der “Notgroschen”, die finanzielle Absicherung, ist für 84 Prozent der Österreicher Spar-Hauptmotiv, ein Anstieg um 8 Prozentpunkte seit 2006. Für Altersvorsorge (früher in Pension, Pflege) legen in Zeiten von Personalabbau und Kostenkürzungen 56 Prozent (plus 12 Prozentpunkte gegenüber 2006) Geld zur Seite.

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