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Spar ruft Gorgonzola wegen Listerien-Belastung zurück

Blutvergiftungen, eitrige Gehirnhautentzündungen und Grippe-Symptome laut AGES mögliche Folgen - Die Handelskette Spar hat am Freitag Gorgonzola der hauseigenen Marke "Despar" wegen einer Belastung mit Listerien zurückgerufen.

Der Verzehr der Produkte, die mit dem Bakterium Listeria monocytogenes belasteten sind, könne gesundheitliche Schäden hervorrufen, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung mit. Die betroffenen Waren wurden bereits aus dem Handel genommen. Kunden, die einen Gorgonzola dieser Marke zu Hause haben, sollen sich bei Spar melden und den Käse nicht verzehren.

Die Bakterien könnten bei älteren, gesundheitlich beeinträchtigten und schwangeren Personen die Krankheit Listeriose hervorrufen, erklärte Franz Allerberger von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf APA-Anfrage. Zeigen könne sich eine Infektion durch harmlose Symptome ähnlich einer Grippe, aber auch durch Blutvergiftungen und eitrigen Gehirnhautentzündungen.

Knapp 30 Prozent aller Listerien-Infektionen in Österreich zwischen 1997 und 2007 hätten tödlich geendet, so Allerberger. Im Jahr 2008 habe es einschließlich Freitag 31 Ansteckungen gegeben, fünf davon endeten tödlich. Dies sei wie in allen Industriestaaten ein deutlicher Anstieg: 2007 gab es 21 Fälle, 2006 waren es nur zehn Infektionen. Bei Untersuchungen finde man die Bakterien vor allem in Milch- und Fleischprodukten sowie in Räucherfisch.

Entdeckt wurde der Befall des Käses bei einer routinemäßigen Qualitätskontrolle, erklärte Spar. Der vorgeschriebene Grenzwert wurde nur minimal überschritten, den Hersteller habe man dennoch umgehend als Lieferant gesperrt. Kunden, die einen “Despar”-Gorgonzola gekauft und noch nicht verzehrt haben, sollen sich an einen Spar-Markt wenden oder unter der Telefonnummer 0810-111-555 bzw. unter office@spar.at Bescheid geben.

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