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Spanien: Zapatero fordert Zurückhaltung

Vor dem Jahrestag der Terroranschläge von Madrid am 11. März hat der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero die Medien zur Zurückhaltung aufgefordert.

Die Berichterstatter müssten den Schmerz der Opfer respektieren, sagte Zapatero in einem Gespräch mit der Stiftung für Terroropfer am Samstagabend. Die Regierung hat den Jahrestag zum nationalen Trauertag erklärt. Die Flaggen werden auf Halbmast wehen, zahlreiche Gedenkveranstaltungen sind geplant.

So soll in aller Stille ein Hain aus 192 Olivenbäumen und Zypressen eingeweiht werden. Jeder Baum steht für eines der 191 Todesopfer der Bombenanschläge, ein weiterer für einen Polizisten, der bei einem Antiterroreinsatz gegen Verdächtige getötet wurde. Umstritten ist allerdings der Plan, wonach 650 Kirchen im Raum Madrid ab 07.37 Uhr für fünf Minuten ihre Glocken läuten sollen – dem Zeitpunkt, an dem die erste von zehn Bomben in Nahverkehrszügen detonierte.

Die Vereinigung der Opfer des 11. März erklärte, sie werde an keiner öffentlichen Zeremonie teilnehmen, da ihre Mitglieder allein trauern wollten. Verbandspräsidentin Pilar Manjon bezeichnete die Kirchen-Pläne als eine „laute Geste“, die das Leid der Hinterbliebenen nur verschlimmere. Die Zeitung „El Mundo“ berichtete, die katholische Kirche erwäge eine Absage des Glockengeläuts.

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