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Spanien: Wiederaufflammen des Feuers möglich

Nach dem verheerenden Waldbrand mit elf Todesopfern nahe Guadalajara in Mittelspanien befürchten die Löschmannschaften ein Wiederaufflammen des Feuers. Hunderte Helfer und Feuerwehrleute im Einsatz.

Zwar sei der Brand weitgehend unter Kontrolle gebracht worden, der Wind könne ihn jedoch angesichts der großen Hitze und der Dürre in den nächsten Tagen jederzeit wieder entfachen, warnten die Behörden.

Am Mittwoch kämpften Hunderte Feuerwehrleute und Helfer nahe der Ortschaft Selas gegen den letzten noch aktiven Brandherd. Weitere Waldbrände wurden derweil aus Portugal, Italien und Frankreich gemeldet.

Das Feuer bei Guadalajara vernichtete mehr als 13.000 Hektar Kiefernwald, rund 3.000 davon in dem Naturschutzpark Alto Tajo. Dies entspricht der Größe von mehr als 17.000 Fußballfeldern.

Vier Tage nach dem Flammeninferno konnten die elf getöteten Forstarbeiter identifiziert werden. Für zwei von ihnen, darunter eine 32-jährige Mutter zweier Kinder, war es der erste Einsatz bei einem Waldbrand gewesen.

Der mutmaßliche Urheber, ein Ausflügler aus Madrid, bestritt erneut den Vorwurf, das Feuer beim Grillen verursacht zu haben. Der Mann sollte im Laufe des Tages von einem Ermittlungsrichter verhört werden.

Unterdessen wuchs die Kritik an den für die Brandbekämpfung zuständigen Behörden. Die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha habe erst 30 Stunden nach Ausbruch des Feuers Verstärkung angefordert, berichtete die Presse. Zu diesem Zeitpunkt waren die elf Forstarbeiter bereits tot.

Zuvor hätten die Behörden Hilfsangebote angrenzender Regionen wie Madrid oder Valencia abgelehnt. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero versprach am Mittwoch härtere Strafen für Brandstifter und schärfere Gesetze zum Schutz der Wälder.

In Portugal kämpften am Mittwoch fast 1.300 Feuerwehrleute gegen acht Waldbrände. Der größte wütete bei Leiria an der Atlantikküste. In der süditalienischen Provinz Cosenza kam ein 70-jähriger Landwirt ums Leben. Er hatte versucht, das Übergreifen der Flammen auf seinen Hof zu verhindern.

In Südfrankreich vernichtete ein Brand bei Marseille am Dienstag rund 100 Hektar Wald. Im Kampf gegen die Flammen stürzte ein Löschflugzeug ab, der Pilot überlebte aber unverletzt.

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