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Spanien rutscht erstmals seit 15 Jahren in die Rezession

Spanien ist Presseberichten zufolge erstmals seit 15 Jahren in die Rezession gerutscht. Die Wirtschaftsleistung sei im vierten Quartal um rund 1,5 Prozent geschrumpft, wie die Zeitung "El Mundo" am Dienstag unter Berufung auf eine Modellrechnung der Regierung berichtet.

Damit wäre Spanien nach gängiger Definition in der Rezession, da die Wirtschaft bereits im Vorquartal geschrumpft war. Die Regierung will die offiziellen Zahlen am 12. Februar veröffentlichen. Wirtschaftsminister Pedro Solbes hat aber bereits signalisiert, dass er eine Rezession wegen der Folgen der Immobilien- und Finanzkrise für unausweichlich hält.

Experten rechnen damit, dass das spanische Bruttoinlandsprodukt 2009 um mehr als ein Prozent sinken wird. Auch am Arbeitsmarkt trüben sich die Aussichten stark ein: Schon jetzt liegt das südeuropäische Land mit einer Arbeitslosenrate von fast 13 Prozent in der Europäischen Union an der Spitze. Fachleute befürchten, dass die Rate im nächsten Jahr auf über 15 Prozent und 2010 auf nahe 20 Prozent steigen wird.

Spanien ist nach Jahren mit soliden Wachstumsraten nach dem Platzen einer Blase am Immobilienmarkt in die Krise gestürzt. Auch der Tourismussektor – die zweite tragende Säule der Wirtschaft – läuft nicht mehr rund, da viele ausländische Urlauber wegbleiben. Die Zahl der Übernachtungen ging im November zum Vorjahr um mehr als zehn Prozent zurück, wie das Statistikamt mitteilte. Nur 41,6 Prozent der Zimmer waren belegt, das sind 13,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

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