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Spanien: Elektronischer Wall gegen Flüchtlinge

Angesichts des anhaltenden Zustroms illegaler Zuwanderer aus Nordafrika will Spanien das elektronische Überwachungssystem an seinen Südküsten ausbauen, wie die Zeitung „El Pais“ am Montag berichtete.

Die gesamte Küstenlinie der Region Andalusien soll mit Radaranlagen, Infrarot-Kameras und anderen Überwachungsgeräten ausgestattet werden.

Auch auf den Kanarischen Inseln sollten Überwachungsgeräte installiert werden. Bisher beschränkt sich der „elektronische Wall“ auf die Küste an der Meerenge von Gibraltar. Dort hatte das Überwachungssystem, das als weltweit einzigartig gilt, zu einem starken Rückgang des Zustroms geführt.

Für die Ausweitung des Systems auf die gesamte Südküste und die Kanaren will Spanien in den kommenden vier Jahren 130 Millionen Euro ausgeben. Das Überwachungssystem SIVE.(Integrierte Überwachung der Außengrenzen) weist nach Angaben der Zeitung jedoch eine Schwäche auf: Es hält zwar illegale Zuwanderer aus Marokko von der Überfahrt nach Spanien ab, nicht aber die anderen Afrikaner.

Von der spanischen Polizei aufgegriffene Marokkaner können auf Grund eines Rückführungsabkommens sofort in ihr Heimatland zurückgebracht werden. Dagegen können illegale Zuwanderer aus Staaten südlich der Sahara davon ausgehen, dass sie wahrscheinlich nicht zurückgeschickt werden, weil Spanien mit den meisten afrikanischen Staaten keine Repatriierungsabkommen geschlossen hat.

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