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Spanien: Bombe in Wallfahrtsort

Im spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela ist am Samstag ein Sprengsatz explodiert. Bei der Explosion in der nordwestspanischen Stadt wurde nach einem Bericht des Rundfunksenders Cadena Ser niemand verletzt.

Laut Online-Dienst der Zeitung „El Mundo“ war kurz zuvor eine Bombenwarnung eingegangen. Die galicische Polizei habe Minuten vor der Detonation die Gegend abgesperrt, hieß es weiter. Die Explosion ereignete sich auf dem zentralen Platz Plaza de Galicia. Die baskische Separatistenorganisation ETA hat in der Vergangenheit immer wieder Bombenanschläge in Spanien verübt. Oft warnt sie jedoch vor der Explosion.

Nach dem Tod eines mutmaßlichen ETA-Terroristen bei einem Verkehrsunfall in Frankreich war es zuvor im spanischen Baskenland zu Ausschreitungen gekommen. Militante Separatisten hätten in San Sebastiàn mit brennenden Müllcontainern Straßenbarrikaden errichtet und Telefonkabinen zerstört, teilten die Behörden am Samstag mit.

Bei Zusammenstößen mit der Polizei sei ein Ex-Stadtrat der ETA-nahen Baskenpartei Batasuna (Einheit) leicht verletzt worden, hieß es weiter. In der baskischen Ragionalhauptstadt Vitoria wurde nach Krawallen ein Randalierer festgenommen.

Der mutmaßliche Terrorist Imanol Gómez war am Mittwoch auf der Flucht vor der Polizei in Südfrankreich mit seinem Auto gegen einen Baum gerast. Die Beamten hatten zuvor versucht, ihn bei einer Verkehrskontrolle zu stoppen. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Separatisten hatten daraufhin für Samstag zu Protestdemonstrationen im Baskenland aufgerufen, die jedoch von der Regionalregierung verboten wurden.

In der Nacht zum Freitag hatte die ETA in Gernika (Guernica) bei Bilbao einen Bombenanschlag auf eine Baufirma verübt. Es entstand nur Sachschaden.

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