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Spanien: Anschläge auf Büros von Aznars

Unbekannte haben in Spanien Brandanschläge auf zwei Büros der konservativen Volkspartei von Ministerpräsident José Maróa Aznar verübt.


Auch ein Regierungsgebäude in der autonomen Region Galicien im Nordwesten des Landes wurde in der Nacht zum Freitag mit „Molotow Cocktails“ beworfen. Bei den drei Anschlägen wurde niemand verletzt. Es sei aber erheblicher Sachschaden entstanden, teilte die PP in Santiago de Compostela mit.

Die Anschläge auf die PP-Büros ereigneten sich in der galicischen Stadt Pontevedra und in der nahe gelegenen Ortschaft Morana. Es war zunächst nicht bekannt, ob sie mit den seit Wochen anhaltenden Protesten gegen die pro-amerikanische Haltung der Aznar-Regierung im Irak-Konflikt zu tun hatten. Aznar hatte zuvor die Linksparteien für eine Serie von Ausschreitungen gegen PP-Niederlassungen in den vergangenen Tagen mitverantwortlich gemacht. „Solche totalitären Aktionen hat es seit der Nazi-Zeit nicht mehr gegeben“, meinte der Regierungschef.

Der konservative spanische Regierungschef steht unter heftiger Kritik wegen seiner uneingeschränkten Unterstützung für den von den USA geführten Krieg im Irak, die völlig konträr zur öffentlichen Meinung ist, aber auch wegen des Versagens in der Umweltpolitik in Galicien nach dem Tankerunglück im vergangenen Herbst. PP-Politiker wurden in der Öffentlichkeit angegriffen, eine Reihe von Lokalpolitikern der Volkspartei ist aus Protest zur Irak-Position von Parteichef Aznar aus der Partei ausgetreten. Aznar hat seinerseits der Opposition vorgeworfen, tätliche Angriffe zu schüren und zu unterstützen.

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