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Soziales Verständnis, Einsatz für Österreich wichtig

Das Verständnis für soziale Probleme der Parteien und ihr Einsatz für die österreichischen Anliegen stehen an oberster Stelle der Überlegungen der Wähler vor dem Urnengang am kommenden Sonntag.

Das hat das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS in einer Umfrage bei 1.002 repräsentativ ausgewählten Österreichern ab 16 Ende August/Anfang September herausgefunden, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die Meinungsforscher gehen davon aus, dass Wahlentscheidungen zumeist das Ergebnis von sehr vielen und verschiedenartigen Überlegungen sind. Deshalb erkundigte sich IMAS bei den Wählern, was ihnen im Hinblick auf die bevorstehende Nationalratswahl so alles durch den Kopf geht. Die meisten (konkret: 41 Prozent Nennungen) beschäftigt die Frage, welche Partei das größte Verständnis für die sozialen Probleme der Menschen hat sowie, welche Partei oder welcher Politiker sich besonders für die Interessen der Österreicher einsetzt (40 Prozent).

Nur eine Spur geringer – jeweils 37 Prozent – ist die Neugier an den Zielsetzungen der Parteien und daran, welche politischen Kräfte am ehesten in der Lage sind, die wirtschaftlichen Gegenwartsprobleme zu lösen. 36 Prozent stellen Überlegungen an, welche Parteien nach der Wahl miteinander regieren können. 35 Prozent fragen sich, ob man den Versprechen der Parteien vertrauen kann.

Von mittlerer Bedeutung ist für die Wähler, welcher Spitzenkandidat sich am ehesten für die Kanzlerschaft eignet und wer sich besonders für Recht und Ordnung einsetzt (jeweils 30 Prozent Nennungen), welcher Politiker beziehungsweise welche Partei vertrauenswürdig ist und wer am meisten gegen die Überfremdung durch Ausländer tut (jeweils 29 Prozent).

19 Prozent interessieren sich dafür, wie viel die Wahlwerbung kostet, ebenso viele, welche Partei beziehungsweise welcher Politiker besonders moderne und fortschrittliche Ideen zu bieten hat. Nur 17 Prozent machen sich eigenen Angaben zufolge Gedanken darüber, wie die Spitzenpolitiker im Fernsehen bei Diskussionen oder Interviews wirken. IMAS merkt dazu an: “Hier wird die unterbewusste Wirkung von Bildschirmerlebnissen auf die politische Meinungsbildung von den Wählern sehr wahrscheinlich ein wenig unterschätzt”. Noch geringer ist – von zwölf Prozent erwähnt – die Aufmerksamkeit dafür, wie die Parteien gerade in den Meinungsumfragen liegen. Nur zehn Prozent stellen Überlegungen an, wer sich für die Integration und das Zusammenleben mit den Ausländern einsetzt.

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