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Sorgentelefon für Landwirte - Bauern auch in Vorarlberg unter Druck

©Pixabay, VOL.AT
Geringe Anerkennung, hoher Druck und zahlreiche Belastungen - viele Landwirte leiden unter ihren Lebensbedingungen. Nicht umsonst gibt es das bäuerliche Sorgentelefon.

Ein Beruf, der wenig Urlaub oder Freizeit erlaubt. Oft ein hoher finanzieller Druck durch die Marktpreise für das eigene Produkt. Konkurrenz durch Freihandel und internationale Konzerne. Das Gefühl geringer öffentlicher Anerkennung für die eigene Arbeit. Eine ungewisse Zukunft für den Familienbetrieb. Die Liste der möglichen Gründe für eine hohe psychologische Belastung der Landwirte in Vorarlberg ist lang.

Thema in Frankreich

Zumindest für Frankreich gibt es Statistiken die nahelegen, dass Suizide unter Landwirte häufiger sind als der Durchschnitt. Betroffen seien vor allem Milch- und Kleinbauern, berichtet agrarheute. Die Schweiz hat es zuletzt Anfang der 1980er-Jahre erhoben, bereits damals war Selbstmord unter Landwirten 25 Prozent häufiger als in der europäischen Durchschnittsbevölkerung. Ansonsten vermisst der eidgenössische Agrarbericht belastbares Datenmaterial.

Landwirte unter Druck

Ähnliches gilt für Österreich und Vorarlberg. Die Situation ist jedoch alles andere als entspannt. Dies zeigt auch die Dokumentation "Bauer, unser" von 2016. Landwirte berichten darin von den Herausforderungen ihres Berufes. Darunter auch Biolandwirt Simon Vetter, der in den vergangenen Tagen eben auch auf die hohe Zahl der Selbstmorde hinwies.

Sorgentelefon seit 2007

Die hohe psychische Belastung der Bauern ging jedoch an der Landwirtschaftskammer nicht unbemerkt vorbei. Seit 2007 gibt es österreichweit das "bäuerliche Sorgentelefon". Hier können sich Landwirte anonym und vertraulich beraten lassen, erklärt Andrea Huber von der Vorarlberger Landwirtschaftskammer gegenüber VOL.AT. Betreut wird es in Vorarlberg von geschulten Mitarbeitern des ifs.

Hilfe direkt vor Ort

Hier werden die Landwirte bei ihren Sorgen beraten. Häufige Themen seien Betriebsübergaben oder Generationenkonflikte, weiß Andrea Prestel vom ifs. Sie ist oft aufgrund der Beratungsgespräche am Sorgentelefon auf den entsprechenden Höfen, wenn dies von den Betroffenen gewünscht ist. Hier unterstützt sie die Familien, für sie gangbare Lösungen zu finden. Im Video spricht sie mit uns über die Herausforderungen für die Vorarlberger Landwirte

Bäuerliches Sorgentelefon, telefonische Hilfe zum Ortstarif:

0810/676 810

Montag bis Freitag, 08:30 bis 12:30 Uhr außer Feiertagen

Kurse für Betroffene

Begleitet wird dies von Kurse unter dem Motto "Lebensqualität Bauernhof", in denen häufige Themen aufgegriffen werden. Diese reichen von der Hofübergabe und Generationenkonflikte bis zur Überlastung, Selbstbild und Beziehungskrisen.

(Red.)

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