Sony baut weltweit 10.000 Arbeitsplätze ab

Der japanische Elektronikkonzern Sony will im Rahmen seines neuen Umstrukturierungsplans bis März 2008 weitere 10.000 Arbeitsplätze streichen, 11 der 65 Werke sollen geschlossen werden, teilte Sony-Chef mit.

Sony leidet vor allem unter den Verlusten seiner einst starken Unterhaltungselektronik-Sparte.

Das Unternehmen will durch die geplanten Maßnahmen 2007/2008 eine operative Gewinnmarge von fünf Prozent erreichen. Für das laufende Geschäftsjahr revidierte Sony am Donnerstag seine Gewinnprognose und erwartet nun einen Verlust.

Die Sparpläne würden in erster Linie die TV-Sparte betreffen, teilte Sony mit. Das Unternehmen wolle hier die Herstellung von Röhrenbildschirmen weiter zurückfahren und stattdessen die Flachbildschirm-Produktion verstärken. Die Umstrukturierung werde rund 210 Mrd. Yen (1,54 Mrd. Euro) kosten.

Insgesamt sollen 200 Mrd. Yen eingespart werden. 5.000 der Stellen sollen im Verwaltungsbereich abgebaut werden. In Japan sollen 4.000 Jobs wegfallen. Statt der stark dezentralen Konzernstruktur soll es neue eng verzahnte Geschäftssparten geben.

Für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende März 2006) wird nun ein Verlust von 10 Mrd. Yen (70 Mio Euro) erwartet. Zuvor hatte Sony die Prognose zwar gesenkt, aber noch mit positiven Zahlen gerechnet.

Sony will sich auf TV-Geräte und sonstige Produkte für das hochauflösende Fernsehen (HD – High Definition) konzentrieren sowie mobile Technik und Halbleiter-Technologien wie den schnellen Cell- Prozessor. Die Zahl der verschiedenen Modelle soll noch in diesem Jahr um ein Fünftel gesenkt werden.

Im März 2006 will Sony seinen als „Transformation 60“ bezeichneten Umstrukturierungsplan abschließen, in dessen Rahmen der Konzern bereits 20.000 Arbeitsplätze abgebaut hat. Bisher zeigten diese Maßnahmen aber keine spürbaren Auswirkungen. Die Umsätze sind weiter gesunken. Das Unternehmen wird in der Verlustzone bleiben.

Weiter stark investieren will Sony nach eigenen Angaben in die Chip-Sparte. Das Investitionsvolumen solle hier in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 insgesamt etwa 340 Mrd. Yen betragen, verglichen mit 500 Mrd. Yen in den drei Jahren bis März 2006. Auch in andere Kernbereiche wie die Flachbildschirmherstellung will das Unternehmen massiv investieren.

Sony ist allerdings Analysten zufolge bei den meisten Unterhaltungselektronik-Produkten weniger effizient als seine Konkurrenten. Der Hersteller der Panasonic-Produkte, Matsushita, peilt 2006/07 einen Anstieg des operativen Gewinns um 7 Prozent auf 330 Mrd. Yen an.

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