Somalisches Schiff von deutscher Fregatte entwaffnet

Soldaten der deutsche Fregatte "Bremen" haben vor der Küste Somalias auf einem Piratenschiff Waffen beschlagnahmt.

Laut Bundeswehr hatte ein Boardingteam auf das verdächtige Schiff übergesetzt, ließ es nach der Durchsuchungsaktion aber weiter fahren. Das Schiff sei der sechsköpfigen Besatzung zurückgegeben worden, weil ihnen kein konkreter Fall von Piraterie zur Last gelegt werden konnte. Ihnen sei gerade so viel Kraftstoff belassen worden, dass sie die somalische Küste sicher erreichen konnten.

Die Fregatte der deutschen Marine patrouilliert im Auftrag der europäischen Antipiratenmission “Atalanta” im Golf von Aden und setzte seinen Bordhubschrauber ein, der das verdächtige Schiff anhielt. Bei der Durchsuchung seien unter anderem Handfeuerwaffen vom Typ AK 47, Sprengköpfe für Panzerabwehrhandwaffen, eine Handgranate sowie mehrere Rollen Sprengstoff entdeckt worden. Die Waffen wurden im Auftrag der EU-Operation sichergestellt, die Explosivstoffe vernichtet.

Der Bremer Reeder Niels Stolberg forderte “ein effektives Hilfspaket der internationalen Gemeinschaft an Land”. Sonst drohe der Einsatz der Kriegsschiffe zu verpuffen. Mit einem Fischereiprogramm müsse den Menschen in Somalia eine wirtschaftliche Grundlage zurückgegeben werden. Die deutsche Bundesregierung solle sich dafür bei den Vereinten Nationen einsetzen. Stolberg, Eigner der Reederei Beluga Shipping, war im August 2008 als einer der ersten deutschen Reeder selbst Opfer der somalischen Piraten geworden.

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