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Somalia: Kreuzfahrtschiff entkam Piraten

Vor der Küste Somalias ist am Samstag ein Kreuzfahrtschiff mit mindestens 600 europäischen Touristen an Bord nur um Haaresbreite einem Angriff schwer bewaffneter Piraten entgangen.

Wie das kenianische Seenot-Rettungszentrum SAP am Samstag mitteilte, verfolgten die Piraten den Luxusliner „MV Seabourn Spirit“ mit drei Schnellbooten und feuerten mehrere Schüsse ab.

Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes habe daraufhin einen Notruf abgesetzt und sei aufs hohe Meer hinausgefahren. Die Piraten hätten die Verfolgung schließlich aufgegeben. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die „Seabourn Spirit“ war im ägyptischen Alexandria gestartet und unterwegs nach Mombasa.

Seit Mitte März wurden vor der Küste Somalia bereits 23 Schiffe angegriffen und zum Teil entführt. Das Welternährungsprogramm (WFP) hatte nach der Kaperung von zwei Schiffen mit Hilfslieferungen am Donnerstag erklärt, die Versorgung der somalischen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sei durch die unsichere Lage an der Küste gefährdet. Im Oktober hatten Piraten zwei von der UNO gecharterte Schiffe freigelassen, von denen sie eins insgesamt drei Monate lang festgehalten hatten. Mehrere Schiffe samt Besatzungen befinden sich derzeit in der Gewalt von Piraten. Der Angriff auf die „MV Seabourn Spirit“ war die erste Attacke auf ein Kreuzfahrtschiff. Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Zentralregierung mehr.

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