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Sogar der Regen machte eine Pause

©VN/ Hartinger
Bregenz, Lochau - Das war Hammer: Auf diesen kurzen Nenner lässt sich die Ausrichtung des ersten Bodensee-Frauenlaufes bringen.
Bodenseefrauenlauf 2010

Offenbar hat sogar der Wettergott zugesehen, als fast 2000 Mädchen und Frauen die fünf Kilometer lange Strecke von Lochau nach Bregenz in Angriff nahmen. Denn genau in der Zeit machte der Regen eine Pause und den engagierten Teilnehmerinnen eröffneten sich dadurch geradezu ideale Laufbedingungen. Sieht man von einem Sturzbach ab, der an einer Stelle nicht nur die Pipeline überflutete, sondern auch die Schuhe tränkte. Aber sonst hätte es besser nicht sein können.

Perfekter Ablauf

Das von allen Seiten geäußerte Lob haben sich die Organisatoren, allen voran Verena Eugster, Martin Kessler und Ernst Günter vom Sportservice Vorarlberg, ehrlich verdient. In monatelanger Arbeit sorgten sie für einen perfekten Ablauf dieser Großveranstaltung. Beste Betreuung der Frauen im Startbereich, professionelles Ambiente im Ziel. Viele halfen mit, manche auch ganz kurzfristig, wie etwa die Bäckerei Mangold, die auf die Schnelle noch eintausend Nussgipfel zur Stärkung der Läuferinnen lieferte. Aber das Schönste: Kaum eine Teilnehmerin ließ sich von den widrigen Wetteraussichten abhalten, ihren Lauf durchzuziehen. Im Gegenteil. Eine fröhlichere Stimmung hätte wohl auch Sonnenschein pur nicht bescheren können. Kurzum: Die Frauen sorgten an diesem Samstag für bunte Farbtupfer in einer trostlos grauen Landschaft.

Herren als Schrittmacher

Die Schnellsten benötigten nur knapp mehr als eine Viertelstunde bis ins Zielgelände, wo die vorwiegend männlichen Zuseher dicht gedrängt standen und die Frauen fleißig anfeuerten. So mancher Herr leistete seiner Partnerin als Schrittmacher auf den letzten Metern noch ein bisschen Schützenhilfe. Und der Nachwuchs spornte die Mütter mit „Mama hopp“-Schildern an. Viele waren schnell, ein paar schneller, doch letztlich alle Siegerinnen. Das wurde auch bei der abschließenden Women’s Night Party auf der „Sonnenkönigin“ deutlich. In herrlicher Eintracht applaudierten die Frauen bei der Siegerehrung den besten unter ihresgleichen.

Zum Bier ins Freie

Der enorme Andrang stellte die Verantwortlichen allerdings kurzzeitig vor Probleme. Weil die zulässige Personenzahl von 1000 schnell erreicht war, mussten viele Frauen draußen bleiben, was verständlicherweise zu einigem Unmut führte. Bürgermeister Markus Linhart und Ex-Sparkasse-Chef Peter Mennel lösten die Situation diplomatisch. Sie baten die Herren auf ein Bier nach draußen und gingen, obwohl für die Preisübergabe vorgesehen, mit gutem Beispiel voran. An ihrer Stelle übernahmen die Damen diese Aufgabe. Das kleine Intermezzo konnte den Enthusiasmus der Teilnehmerinnen keineswegs trüben. „Wir kommen nächstes Jahr wieder“, hieß es von allen Seiten.

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