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So soll die Luftqualität in Vorarlberg besser werden

©VOL.AT/Rebekka Madlener
Die Vorarlberger Landesregierung hat einen neuen Luftqualitätsplan beschossen, der 150 Maßnahmen zur Verbesserung der Luftgüte enthält.

Verbote soll es laut Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) – wenn überhaupt – erst nach dem Ausschöpfen aller Verbesserungspotenziale geben. Stattdessen will Wallner verstärkt auf Bewusstseinsbildung setzen.Die Luftqualität in Vorarlberg sei grundsätzlich gut, betonten Wallner und Rauch Fortschritte bei Ozon und Feinstaub in den vergangenen Jahren. Die Grenzwerte bei den Stickoxiden würden aber auch in Vorarlberg immer wieder überschritten – als “Hotspots” nannten die beiden Landespolitiker insbesondere die Grenzkommunen Feldkirch, Lustenau und Höchst (Bezirk Bregenz).

Um die Stickoxidbelastung nachhaltig zu senken, bedürfe es umfassender Maßnahmen, betonten Wallner und Rauch. Der Landeshauptmann stellte dabei die Schaffung von Infrastruktur in den Vordergrund. So forderte er zum wiederholten Mal eine Verkehrsbeeinflussungsanlage für die Rheintalautobahn (A14), gegen die sich aber die Asfinag aus Kostengründen sperre. Weiters sprach er die Erweiterung des Güterbahnhofs Wolfurt sowie die in Vorbereitung befindlichen Straßenprojekte Stadttunnel Feldkirch und Bodensee-Schnellstraße (S18) an. Beim grenzüberschreitenden S-Bahnprojekt FL-A-CH – die Strecke führt von Feldkirch über Liechtenstein nach Buchs in den Schweizer Kanton St. Gallen – werde man sich auf Bundesebene weiter für eine Realisierung stark machen.

Im Sinne der Solidarität gehe es auch darum, den grenzüberschreitenden Schwerverkehr aufzufächern. “Da wird man ausloten, was möglich ist”, bedankte sich der ebenfalls beim Pressegespräch anwesende Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP).

Rauch wies auf das Verzahnen des Verkehrskonzepts mit den Strategien zur Energieautonomie, zum Radverkehr und zur Elektromobilität hin. Die E-Bike-Mobilität müsse zum Schlüssel in der Abwicklung des Alltagsverkehrs werden, sagte Rauch. Auch auf die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs wies der Landesrat hin. Mittlerweile würden in Vorarlberg mehr als 70.000 Jahreskarten mit jährlichen Steigerungsraten von über fünf Prozent verkauft. An den Bund gerichtet forderte Rauch eine Abschaffung des Diesel-Privilegs.

Von Journalisten darauf angesprochen unterstrich Wallner, dass “Verbote nicht das sind, was wir anstreben”. Bei der Energieautonomie hätten viele erkannt, dass sie persönlich etwas dazu beitragen könnten. Dasselbe wünschte sich Wallner bei der Verbesserung der Luftqualität. “Jeder, der für ein paar Stunden aufs Fahrrad umsteigt, leistet einen Beitrag”, stellte Wallner fest. Dieses Bewusstsein gelte es zu fördern.

(APA)

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