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So abgedreht war er noch nie: Super Mario voll auf Drogen?

Super Mario Bros. Wonder
Super Mario Bros. Wonder ©VOL.AT
Nintendos Klempner schluckt Wunderblumen für den floralen Super-Flash: Dieser 2D-Trip macht süchtig!

Was bitte geht in „Super Mario Bros. Wonder“ ab? Mario & Co. sprechen mit Blumen, verwandeln sich in einen Elefanten und reiten auf lebendigen Röhren-Würmern. Was sich anhört (und auch so aussieht) wie die Wirkungen eines kräftigen Halluzinogen-Cocktails, ist in Wirklichkeit das neueste Abenteuer von Super Mario und seinen Freunden. „Wonder“ stellt die Rückkehr zu alten Retro-Tugenden dar, ist aber gleichzeitig auch sanft innovativ und zweifellos das schönste 2D-Mario-Game ever!

Ab in das Blumenkönigreich

Diesmal führt uns die Reise ins Blumenkönigreich, wo - welch Überraschung - der Bösewicht Bowser einfällt. Als fliegende Festung macht er das Land unsicher. Die Mario-Crew stürzt sich selbstlos in die Rettungsaktion. Dazu wählt man einen der insgesamt zwölf spielbaren Charaktere aus. Mario, Luigi, die beiden Prinzessinnen und drei Kröten spielen sich nahezu identisch. Sehr einsteigerfreundlich sind die vier Yoshis und Mopsie – Feinde können ihnen nichts anhaben, dafür dürfen sie keine Power-Ups nutzen. Die große Auswahl macht Spaß, auch wenn spielerisch kaum Unterschiede zu spüren sind. Bei „Wonder“ muss man übrigens nicht allein losziehen. Bis zu vier Spieler:innen können offline und online gemeinsam Levels absolvieren und sich gegenseitig unterstützen.

Altbekanntes trifft auf Neues

Wer seit den 90er Jahren einmal die 2D-Luft eines Mario-Spiels geschnuppert hat, wird sich in „Wonder“ schnell zu Hause fühlen. Auch die Steuerung bleibt glücklicherweise oldschool: simpel und präzise. Anfänger finden sich schnell zurecht, Perfektionisten können an perfekten Stunts feilen. Die Levels sind nicht nur eine Augenweide, sondern bieten auch inhaltlich so viele kleine und große Wunder, dass man beim ersten Durchlauf kaum alles entdeckt.

Vor allem die neue Wunderblume ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Game Changer. Wenn man sie aufnimmt, verändert sie den Level oft grundlegend – oder auch die eigene Spielfigur. Plötzlich fangen die fleischfressenden Pflanzen an zu singen, eine Horde Gallopteros stürmt durchs Bild oder man selbst verwandelt sich in einen Luftballon. Das ist so flashig inszeniert, dass sich viele Gamer:innen nicht mehr fragen, ob hier ein Drogentrip visualisiert wird, sondern welche Substanzen sich Mario dafür tatsächlich reingepfiffen hat. Langweilig wird es jedenfalls nie.

Neue Verwandlungen und Abzeichen

Neben den altbekannten Power-Ups wie Superpilz, Feuerblume und Superstern bringt Super Mario Bros. Wonder drei neue Verwandlungen ins Spiel: Die Elefantenfrucht verwandelt uns in ein mächtiges Rüsseltier, die Seifenblasenblume lässt uns Blasen schießen und mit dem Bohrerpilz fräsen wir uns regelrecht durch die Level. Durch die Welt navigiert man mit Hilfe einer Oberflächenkarte – anfangs linear, dann immer freier. In den Levels findet man Samen und schaltet damit neue Bereiche frei.

Nun, da das lästige Zeitlimit Geschichte ist, kann man in aller Ruhe alle Geheimnisse der Welten lüften. Sieben Gebiete mit Dutzenden von Levels in verschiedenen Schwierigkeitsgraden warten. Immer wieder staunt man, wie viel kreative Energie in die Gestaltung geflossen ist. Immer wieder gibt es unerwartete Überraschungen, die sich auch auf das Gameplay auswirken. Einzig bei den Bossen hätte dem Spiel etwas mehr Mut zum Außergewöhnlichen gut getan.

Dafür ist etwas anderes neu: Sogenannte Abzeichen verleihen einzigartige Fähigkeiten oder nützliche Boni: eine Fallschirmkappe oder der Delfin-Kick zum Beispiel. Allerdings kann immer nur eines der insgesamt 24 Abzeichen ausgerüstet werden.

Fazit

„Super Mario Bros. Wonder“ ist alles, was sich Nintendo-Fans wünschen. Ein zauberhaftes Abenteuer von Mario und seinen Freunden, das auf bewährte 2D-Stärken setzt, modernste Technik präsentiert und mit vielen neuen Ideen aufwartet. Kurz: Ein kleines Wunder, das durch und durch Spaß macht und in jede Switch-Sammlung gehört!

(VOL.AT)

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