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Snowboardcross in Schruns: Beste Aussichten trotz Nebelwand

Startklar für wilden Ritt: Michael Hämmerle, Markus Schairer und Alessandro Hämmerle.
Startklar für wilden Ritt: Michael Hämmerle, Markus Schairer und Alessandro Hämmerle. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Schneefall, Kälte, Nebel: Die Witterungsbedingungen beim Training am Donnerstag hatten es in sich. Als der Schneeschauer für einmal kurz innehielt und die Nebelbänke sich für wenige Minuten verzogen, ließ sich auch für den stillen Beobachter erahnen, was die Zuschauer heute beim Rennen auf dem Hochjoch erwartet: Action pur!
SBX-Weltcup: Training
Das Montafon ist bereit

Für die Fahrer war das Herantasten an die Bedingungen ein zaghaftes, ans Limit wagte sich aufgrund der schlechten Sicht kaum jemand.

Die Tücken der Strecke

Dementsprechend vorsichtig fiel auch eine erste Einschätzung des Parcours der drei Montafoner Lokalmatadoren aus. Michael “Gino” Hämmerle ortet die Tücke in den Witterungsbedingungen: “Durch den Schneefall gibt’s extrem viele Schläge. Es ist unglaublich anstrengend zu fahren.” Ansonsten ist die Strecke durchaus harmonisch, hat also den richtigen “Flow”. Mit einer Ausnahme, wie Alessandro “Izzy” Hämmerle weiß: “Die zweite Bank (Anm.: Steilkurve) ist richtig hart zu boarden.” Markus Schairer erklärt warum: “Der Radius ist nicht durchgehend. Man muss im Grunde zwei Kurven fah­ren.”

Gefühl ist gefragt

Und was meint die internationale Konkurrenz? Der amtierende Weltmeister Alex Pullin, ein Australier, zeigt sich vom Parcours begeistert: “Die Strecke hat alles: Super Banks, Gleitpassagen und Steilstücke. Ich denke, der Kurs kommt mir entgegen.” Klingt nach einer Kampfansage. Doch da hat er die Rechnung ohne die heimischen Wirte gemacht. Diese sind alle mehr als nur zuversichtlich und Schairer, ebenfalls schon mit dem WM-Titel gekrönt, weiß auch warum: “Durch den Schneefall ist die Piste weich. Daher ist viel Gefühl gefragt, man darf mit dem Brett auf keinen Fall verkanten. Solche Bedingungen kommen uns allen entgegen.”

Ein Zimmer im Hotel

Der St. Gallenkircher strahlt große Zuversicht aus, er scheint zu wissen was er kann. Von Nervosität ist derweil noch keine Spur, den Druck des Heimrennens trägt er mit Leichtigkeit. Zum einen weiß er, dass die Form passt, zum anderen ist er bemüht, das Rennen wie jedes andere anzugehen. So wohnt er nicht etwa im elterlichen Heim, sondern mit den Mannschaftskollegen im Hotel. Angenehmer Nebeneffekt: Er ist beim Stelldichein der SBX-Elite hautnah dabei. Nach dem langen Sommer ist die Wiedersehensfreude dementsprechend groß.

Familientreffen

Ländle-Ass Susanne Moll plaudert aus dem Nähkästchen: “Es ist wie bei einem Familientreffen.” Die Snowboard-Family muss eine musikalische sein, denn: “Viele spielen ein Instrument und so haben wir gestern spontan einen Hausmusik-Abend im Hotel veranstaltet.” Der Schneefall tut der guten Stimmung also keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Beim Anblick der weißen Flocken kommt so mancher Betrachter ins Schwärmen. Wie Pullin, der Australier: “Ich habe so lange auf richtigen Schnee gewartet, endlich ist er da! Ein Traum!”

SBX-Weltcup-Auftakt in Schruns

Freitag:
9.45 Uhr: Qualifikation Herren
12.05 Uhr: Qualifikation Damen
14 Uhr: Finale Damen und Herren
17.30 Uhr: Ö3-Disco (Parkplatz Hochjochbahn)

Samstag:
13.30 Uhr: Teambewerb
19 Uhr: Live-Konzert Culcha Candela (Parkplatz Hochjochbahn) Strecke: Hochjoch, Piste Seebliga

(NEUE-Weltcup-Team: Emanuel Walser, Hannes Mayer)

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