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Snowboard: Grabner holt Bronze

Nach WM- und EM-Titel sowie Gesamt-Weltcup-Sieg hat Österreichs Parade-Snowboarder Siegfried Grabner seit Mittwoch auch eine Olympia-Medaille. Der 31-Jährige holte sich im Parallel-Riesentorlauf Bronze.  

Der in Andorra (La Massana) und Südtirol (Sexten) lebende Kärntner holte sich bei seiner dritten Olympia-Teilnahme in Folge Bronze im Parallel-Riesentorlauf. “Sigi” war dabei mit Nummer 13 auf seinem von ihm in den vergangenen zwei Jahren selbst entwickelten Raceboard “Torino“ unterwegs.  Nach Platz 23 1998 in Nagano und Platz sieben 2002 in Salt Lake City hatte sich Grabner diesmal ein neues Erfolgsrezept zurechtgelegt. “Zweimal bin ich als Favorit zu Olympia gekommen, zweimal ist es auf Grund verschiedenster Faktoren danebengegangen. Diesmal sehe ich mich nicht als Favorit und will es genau umgekehrt machen.“ Genau so machte er es dann auch: Locker, lässig und schnell carvte er scheinbar spielerisch zur Medaille.

Grabners “Beziehung“ zum Olympiahang in Bardonecchia hatte schon vor dem Rennen einiges erwarten lassen, schließlich gelangen ihm hier 2002 und 2004 Weltcup-Siege. “Ich bin so glücklich! Endlich habe ich meine olympische Medaille“, lautete der erleichterte Kommentar des 31-Jährigen nach seinem Medaillen-Coup. Seine Entscheidung, Snowboard-Profi zu werden, fiel 1994. Damals wurde Grabner in Slowenien Juniorenweltmeister und fuhr damit seinen ersten internationalen Titel ein. Den zweiten wichtigen Schritt Richtung Spitze machte Grabner 1995, dank des Sieges im Riesenslalom bei der EM 1995 in Finnland wurde er in das Burton Alpinteam aufgenommen.

Seit der Internationale Snowboard Verband 2002 die Austragung von Rennen einstellte, carvt Grabner im FIS-Zirkus. Einer seiner größten sportlichen und emotionalen Momente war der Gewinn der Goldmedaille im Parallel-Slalom bei der Heim-WM 2003 auf dem Kreischberg. Grabner sieht in den Rennen nur einen Teil seines Berufes Snowboard-Profi, professionell geht er nämlich auch die Bereiche Promotion, Filmen und Fotografieren an. Seine weiteren Hobbys: Musik, Sprachen, Klettern, Biken, Paragliding und Lesen.

Im Sommer 2003 schrieb Grabner sein eigenes Buch, das den Titel “Boarder zwischen den Welten“ trägt. Im Anschluss daran nahm er sich ein weiteres Projekt vor, die Entwicklung eigener Snowboards. Seit Herbst sind die “SG Snowboards“ by Sigi Grabner in drei Ausführungen zu erwerben. Dass es sich dabei um schnelle Qualitätsprodukte handelt, bewies Sigi mit der Fahrt zu Bronze auf seinem “Torino“-Raceboard. Auf der “to do“-Liste Grabners ist zwar nun mit der Olympia-Medaille ein großes Ziel abgehakt. Doch im Hinterkopf hat er bereits seine nächsten Projekte, die da lauten: “Helikopter fliegen, Latein und Japanisch lernen.“

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