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Slowenien: Polizei erschoss Geiselnehmer

Ein spektakuläres Geiseldrama hat sich in der Nacht auf Sonntag im südslowenischen Velika Dolina bei Krsko abgespielt. Ein 44-jähriger Mann wurde von der Polizei erschossen.

Er hatte im Zuge eines Nachbarschaftsstreits eine Frau als Geisel genommen. Der Täter war mit mehreren Handgranaten und Stangen Dynamit an seinem Gürtel ins Haus eines Nachbarn eingedrungen, nahm eine 42-jährige Frau als Geisel und machte eine der Handgranaten scharf, wie die Laibacher Tageszeitung „Delo“ (Montagsausgabe) berichtet.

Versuche von zwei herbei geeilten Polizisten, den Geiselnehmer zur Aufgabe zu überreden, erwiesen sich als erfolglos. Laut „Delo“ wurde der Mann daraufhin von den Polizisten erschossen, wobei auch die Handgranate explodierte. Dabei wurden ein Polizist und die Geisel leicht verletzt. Nach Augenzeugenberichten blieb der tote Geiselnehmer noch mehrere Stunden am Tatort liegen, ehe Beamte des Entschärfungsdienstes sich des Sprengstoffs an der Leiche annahmen.

Der Mann wollte nach unbestätigten Informationen mit zwei seiner Nachbarn, einem Polizisten und einem Holzhändler, abrechnen. Dem ersten nahm er übel, dass er ihn wegen eines strafrechtlichen Vergehens angezeigt hatte, mit dem zweiten soll er Geschäftsstreitigkeiten gehabt haben. Der bewaffnete Mann drang am Samstagabend zunächst in das Haus des Polizisten ein, und nahm dessen Schwiegertochter als Geisel. Diese konnte aber entkommen. Dann stürmte der Mann ins Haus des Holzhändlers und zerrte die 42-Jährige an ihren Haaren ins Freie.

Die slowenische Polizeiverwaltung rechtfertigte das Vorgehen gegen den Geiselnehmer mit dem Schutz von Menschenleben. Polizei-Generaldirektor Joze Romsek setzte aber trotzdem eine Untersuchungskommission ein, die die Handlungen der beiden Polizisten untersuchen soll.

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