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Slowakei will nicht Europas Müllhalde werden

Der slowakische Umweltminister Laszlo Miklos befürchtet, dass die Slowakei durch die geplante Liberalisierung der Abfallexporte in der EU zu einem Zielland für Abfallexporte werden könnte.

 „Die Lagerung und Entsorgung von Abfall ist in der Slowakei noch immer billiger, und wir befürchten deshalb, dass ein unkontrollierter Zustrom von Müll in unser Land beginnen könnte”, sagte Miklos gestern, Dienstag, vor Journalisten. Miklos nahm gestern in Brüssel an einem Treffen der EU-Umweltminister und ihrer Amtskollegen aus den Beitrittsländern teil.

Keine gemeinsamen Standards

Derzeit seien die Abfallimporte in die Slowakei noch so gering, dass er nicht einmal über Zahlen darüber verfüge, sagte Miklos. Die Frage sei jetzt, wie man die Abfallimporte kontrollieren solle – mehr oder weniger liberal und mit mehr oder weniger Kontrollen, so Miklos. „Das Problem ist, dass es in der EU keine gemeinsamen Standards für die Abfallwirtschaft gibt”, wird Miklos von der Nachrichtenagentur CTK zitiert. In einem Land könne eine bestimmte Abfallart „auf der grünen Liste stehen, in einem anderen auf der gelben”, sagte Miklos im Hinblick auf die Vorschriften und Verwaltungsabläufe im Zusammenhang mit Abfallimporten.

Laut Miklos versuchen die Länder, die Müll exportieren wollen, liberalere Normen durchzusetzen. Die EU-Kandidatenländer vertreten gemeinsam mit Schweden konservativere Positionen. „Sollten die Müllexporte liberalisiert werden, würden wir draufzahlen”, befürchtet der Minister.

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