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Slowakei will ein neues AKW in Bohunice

Kritik aus Österreich
Kritik aus Österreich ©APA (Archiv/epa)
Die Slowakische Regierung hat vor, am Areal des Atomkraftwerks Jaslovske Bohunice ein neues AKW, V-3, zu bauen. Der Reaktor soll durch die französische AREVA gebaut werden. Das erklärte Premier Fico am Freitag. Kritik kommt dazu aus Österreich.

Derzeit erwägt man die Art der Finanzierung des neuen Blocks in AKW Jaslovske Bohunice. Fico erklärte, auch bei der Beteiligung von privaten Investoren solle die Regierung die Kontrolle über das neue Kraftwerk behalten. Im AKW Jaslovske Bohunice wird Ende dieses Jahres der zweite Block des AKW V-1 abgestellt. Die Abstellung von V-1, die im EU-Beitrittsvertrag verankert wurde, führt dazu, dass die Slowakei Elektrizität importieren muss. Das Bauprojekt von V-3 in Jaslovske Bohunice soll die Abstellung von V-1 kompensieren.

Die Grünen-Vizechefin Glawischnig hat die die slowakische Regierung vor einer “schweren Fehlentscheidung” gewarnt. “Eine Erhöhung des Atomrisikos an Österreichs Grenze ist inakzeptabel”, kritisierte Glawischnig am Freitag. “Ich erwarte mir eine umgehende, offizielle Stellungnahme der österreichischen Bundesregierung”, fügte sie hinzu. Die Slowakei wolle zudem am Standort Mochovce zwei völlig veraltete Reaktoren (Mochovce 3 und 4) fertig bauen, mit einer “völlig veralteten Genehmigung aus den 80er Jahren”, sagte Glawischnig.

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