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Skispringen: Seifriedsberger bei WM als Medaillenkandidatin

Jacqueline Seifriedsberger ist Österreichs Hoffnung beim Damen-Skispringen.
Jacqueline Seifriedsberger ist Österreichs Hoffnung beim Damen-Skispringen. ©APA
Zum dritten Mal gibt es bei Nordischen Weltmeisterschaften auch Skisprung-Damen zu bewundern. Ein Jahr vor dem ersten Olympia-Auftreten der mutigen Frauen in Sotschi wird am Freitag (16.00 Uhr/live ORF eins) über WM-Gold entschieden.
Damen-Skispringen ab 16 Uhr

Allerdings ohne die verletzte Titelverteidigerin von Oslo, Daniela Iraschko. Österreichs Hoffnungen trägt nun die 22-jährige Jacqueline Seifriedsberger, die mit der Empfehlung von sechs Weltcup-Podestplätzen und ihrem ersten Sieg (Sapporo) ins Fleimstal gekommen ist.

 “Natürlich hat es sich sehr gut entwickelt. Wir haben sehr gut trainiert über den Sommer. Ich habe auch mental ein bisschen etwas umgestellt, jetzt bin ich nicht mehr ganz so nervös”, verriet Seifriedsberger, die seit der schweren Verletzung im rechten Knie von Iraschko am 12. Jänner in sechs Weltcupbewerben gleich fünf Mal auf das Stockerl gesprungen ist.

“Nach der Verletzung von Iraschko haben wir uns etwas umorientieren müssen, nichtsdestotrotz haben wir mit Jacqui eine Weltklasse-Springerin im Team”, sagte ÖSV-Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer am Mittwoch in Predazzo. “Sie war in den letzten Wettkämpfen eigentlich die beständigste Springerin im Weltcup.”

Angeschlagenes Knie

Darum hat Seifriedsberger zuletzt die Weltcupbewerbe in Ljubno ausgelassen. Nicht zuletzt, auch um ihr ein bisschen angeschlagenes Knie zu regenerieren. “Es zwickt schon eine Zeitlang, aber das sind Probleme, mit denen man umgehen muss. Es ist aber nicht so tragisch und sollte mich nicht so behindern”, meinte die Oberösterreicherin.

Die Herausforderung, dass sie jetzt das Aushängeschild der ÖSV-Damen bei der WM ist, nimmt sie gerne an. “Ich komme mit der Schanze hier recht gut zurecht. Natürlich will jeder, der hierhkommt, gerne eine Medaille mit nach Hause nehmen. Da es ganz gut gelaufen ist, ist eine Medaille natürlich das große Ziel.”

15-jährige Keil im Team

Ebenfalls im Team stehen “Team-Küken” Chiara Hölzl mit 15 Jahren und Katharina Keil. Eine der beiden Damen wird gemeinsam mit Seifriedsberger auch am Sonntag bei der WM-Premiere im Mixedbewerb an den Start gehen.

Aus internationaler Sicht ist die erst 16-jährige Sara Takanashi klare Favoritin. Mit acht Siegen hat sie die bisherige Weltcup-Saison ähnlich dominiert wie bei den Herren Gregor Schlierenzauer. Für die kleine Japanerin steht der Gewinn der großen Kristallkugel hingegen schon fest, sie kann daher besonders locker in diese WM gehen. Nach Rang sechs in Oslo im Alter von nur 14 Jahren gilt sie als Medaillenbank.

Weitere Kandidaten sind Vorjahrs-Weltcupgesamtsiegerin Sarah Hendrickson (USA), Coline Mattel (FRA) und die Norwegerin Anette Sagen.

Für die Damen geht es bei den 49. Weltmeisterschaften erstmals auch um ein zweites Gold, Silber oder Bronze: Beim Team-Mixed-Bewerb am Sonntag werden je zwei Damen und zwei Herren antreten.

Die Goldmedaillengewinnerin von Oslo beobachtet die WM übrigens nicht aus der Ferne. Die 29-jährige Iraschko drückt ihren Teamkolleginnen nicht nur die Daumen, sondern wird für den ORF auch etwas mitarbeiten.

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