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Skispringen: Hayböck in Engelberg nur von Peter Prevc geschlagen

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AP ©Michael Hayboeck from Austria reacts during the men's Ski jumping FIS World Cup at the Titlisschanze in Engelberg, Switzerland, Sunday, Dec. 20, 2015. (Urs Flueeler/Keystone via AP)
Rechtzeitig vor Beginn der Vierschanzen-Tournee hat Michael Hayböck am Sonntag bei der Generalprobe für die Vierschanzen-Tournee ein kräftiges Lebenszeichen gegeben.

Der 24-jährige Mannschafts-Vize-Weltmeister und Team-Silber-Gewinner der Olympischen Spiele in Sotschi verbesserte sich in Engelberg vom sechsten auf den zweiten Rang. Sieger Peter Prevc war allerdings außer Reichweite.Engelberg. Der aktuelle Überflieger aus Slowenien holte in Engelberg das Double und am Sonntag seinen insgesamt neunten Weltcupsieg. Prevc ist klarer Favorit für die am 28. Dezember (Qualifikation) beginnende Tournee. Diesmal sah er beim Blick auf die Seite auf dem Podest aber nicht wie am Vortag seinen erst 16-jährigen, hochtalentierten Bruder Domen (Tages-Fünfter), sondern Hayböck. Der Oberösterreicher, der seinen bisher einzigen Weltcup-Sieg am Ende der vergangenen Tournee in Bischofshofen gefeiert hatte, landete damit wie vor einer Woche in Nischnij Tagil wieder auf Platz zwei.

“Prevc hupft überragend”

“Es tut richtig gut, es war vor allem heute im zweiten Durchgang ein unglaublich cooler Sprung”, sagte Hayböck. Platz eins sei aber “noch nicht drinnen”. “Peter Prevc hupft überragend, Hut ab, da ist eigentlich fast kein Kraut gewachsen, da muss man wirklich zwei absolut perfekte Sprünge erwischen.” Hayböck hatte am Ende 19,4 Zähler Rückstand auf den überragenden Slowenen, der im zweiten Durchgang mit 142 m sogar einen neuen Schanzenrekord aufstellte. Rang drei ging an den Norweger Kenneth Gangnes vor dessen Landsmann Johann Forfang.

“Pusht mich umso mehr”

“Aber der zweite Platz tut mir sehr gut, es war eine Bestätigung und jetzt kann ich ganz ruhigen Gewissens in die Weihnachtspause gehen”, sagte Hayböck, der der einzige ÖSV-Athlet in der bisherigen Saison ist, der es mit seinen zwei zweiten Rängen im Einzel aufs Podest geschafft hat. Hayböck versicherte, dass er sich mit Cheftrainer Heinz Kuttin “blind” verstehe. “Wir wissen genau, woran wir drehen müssen. Das pusht mich umso mehr. Das Gefühl, dass ich nichts mehr falsch machen kann, kommt immer mehr”, sagte Hayböck, der bei der vergangenen Tournee hinter Stefan Kraft Gesamt-Zweiter geworden war.

Tournee-Titelverteidiger Kraft behielt seinen achten Platz nach dem ersten Sprung. Manuel Fettner wurde unmittelbar vor Manuel Poppinger Elfter. Andreas Kofler wurde 19. und auch Schlierenzauer-Ersatzmann Markus Schiffner holte als 24. erstmals überhaupt Weltcup-Punkte.

Kuttin kein Fixstarter

Kuttin wollte noch keine Fixstarter für die Vierschanzen-Tournee nennen und voraussichtlich erst Dienstag seine Mannschaft nennen. Dennoch darf man natürlich mit Hayböck, Kraft, Fettner, Poppinger und Kofler rechnen, das große Fragezeichen steht freilich hinter Schlierenzauer.

Der Kärntner Chef-Coach war nach der Generalprobe in der Schweiz zufrieden. “Das zeigt uns, dass wir genau auf dem richtigen Weg sind. Wir haben einen Riesenschritt gemacht mit der ganzen Mannschaft.” Man sei nun wieder ähnlich kompakt wie in Oberstdorf (kurz vor Saisonbeginn, Anm.).

Ähnlich sah es aus der Ferne auch der Sportliche Leiter der Nordischen, Ernst Vettori, in der Ramsau. “Wir haben gezeigt, dass wir mit vorne dabei sind. Jetzt haben wir ein paar Tage Ruhe, mit ein bisserl Training. Dann bin ich schon sehr zuversichtlich, dass wir bei der Tournee auch wieder ein Wörterl mitreden.

Österreichs Weltcupmannschaft bleibt übrigens am Montag noch in Engelberg und wird noch zusätzliche Trainingseinheiten absolvieren. (APA)

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