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Skihersteller Head - UniCredit befürchtet Liquiditätsengpass

Der Wintereinbruch kommt für die österreichischen Skihersteller reichlich spät, die Produktion ist längst abgewickelt. Für Head, einst vom schwedischen Investmentbanker Johann Eliasch den Austria Tabakwerken abgekauft, gibt es neben dem Wirtschaftsabschwung zusätzliche schlechte Nachrichten.

“Wir erwarten bald Liquiditätsschwierigkeiten”, schreibt UniCredit laut der Tageszeitung “Der Standard” (Freitagsausgabe) in einem Analystenbericht.

Das auf Ski, Bindungen (Tyrolia), Skischuhe, Tennis und andere Sportartikel spezialisierte Unternehmen verbrenne seit Jahren Cash, bereits im kommenden Jahr sei es “sehr unwahrscheinlich”, dass Head das laufende Geschäft finanzieren könne.

Deshalb rechnet UniCredit mit einem Ausfall der notierenden Anleihe mit einem Volumen von 135 Mio. Euro. Das Papier ist von Standard & Poor’s mit Triple C bewertet und gilt damit als Ramschanleihe, es notiert bei 20 Prozent seines Ausgabekurses. Head befindet sich dabei in schlechter Gesellschaft, die Bank-Austria-Mutter erwartet bei zwölf Unternehmen einen Default (Ausfall), darunter Ford, General Motors, Hornbach und Fresenius.

Bei Head versucht man diese Entwicklung mit Rationalisierungen zu vermeiden. Die Ski-Produktion wird gerade von Kennelbach in Vorarlberg nach Budweis verlagert, neben der Verwaltung bleibt lediglich das Premium-Segment im Ländle. Laut Finanzchef Ralf Bernhart “hängt viel von den Bestellungen für 2009 ab”, die man jetzt angesichts des Abschwungs noch nicht einschätzen könne – “kein Mensch kann das”. Derzeit laufe es aber besser als bisher erwartet.

Allerdings sei heuer kein Umschwung zu erwarten, operativ werde man frühestens 2009 in die schwarzen Zahlen zurückkehren – je nach Wirtschaftsentwicklung. “Einen Default sehen wir nicht”, kommentiert Bernhart den UniCredit-Report.

In den ersten neun Monaten konnte die niederländische Konzernholding keine wesentlichen Verbesserungen erzielen. Der Verlust wurde leicht um 100.000 Euro auf 5,3 Mio. Euro gedrückt, der Umsatz stagnierte bei 211 Mio. Euro. Höhere Verkäufe im Wintersportbereich hätten sich nicht in einer höheren Profitabilität niedergeschlagen, kommentierte Eliasch kürzlich die Quartalszahlen. Der Gewinn von Juli bis September hat sich auf 4,8 Mio. Euro fast halbiert.

Die größten Einbußen erlitt Head im Tennis-Geschäft, wo die Umsätze im dritten Quartal um zwölf Prozent einbrachen. Eliasch machte dafür neben dem schrumpfenden Markt den starken Euro verantwortlich. Zusätzlich unter Druck geriet das Unternehmen wegen hoher Rohstoff- und Energiepreise.

Der Konzern, bei dem Viktor Klima im Aufsichtsrat sitzt, beschäftigt derzeit 2.200 Mitarbeiter, 600 davon in Österreich.

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