Ski Cross gibt in Vancouver Debüt

Nachdem Damen-Skispringen vorerst durchgefallen ist, wird Ski Cross die einzige neue Disziplin bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver sein. Diese junge Alpinski-Sportart ist maßgeschneidert, um das Interesse eines jüngeren Publikums anzuziehen. Und Österreich geht mit ausgezeichneten Medaillenchancen ins Rennen.

Es war eher “Platzmangel” im Kalender als andere Gründe, warum die FIS Ski Cross dem Freestyle-Ressort zugeordnet hat. Das TV-freundliche Format erinnert stark an das im Vorjahr in Peking debütierende BMX (Fahrrad-Cross) bzw. an den Boardercross, der 2006 in Turin als neuer Bewerb bei den selbst erst seit 1998 in Nagano “olympischen” Snowboardern hinzugekommen ist. Während sich der Hype um Snowboarden insgesamt stabilisiert hat, nimmt die Begeisterung um den einstigen Underground-Sport Ski Cross immer noch zu.

Beim Ski Cross gehen wie im Boardercross bei Olympia vier Fahrer gleichzeitig auf einen mit Sprüngen, Steilkurven und sonstigen Hindernissen versehenen Kurs, die jeweiligen Laufsieger steigen in die nächste Runde auf. Wegen der Teilnehmerbegrenzung werden bei Olympia nur rund 30 Fahrerinnen und Fahrer am Start sein. Dafür dürfte der Kurs in Cypress (West Vancouver) deutlich länger werden als die Strecken im Weltcup, der in der Olympiasaison erst kurz vor Weihnachten in Innichen beginnt. Österreich-Station ist am 5. Jänner St. Johann in Tirol (Nachtbewerb).

Das ÖOC stellt in Vancouver sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Medaillenkandidaten. Bei den Herren ist es allen voran Weltmeister Andreas Matt, der Bruder des zweifachen Slalom-Weltmeisters Mario Matt. Neben den beiden “Weltmeister-Brüdern” vom Arlberg zeigte zuletzt Thomas Zangerl mit WM-Silber stark auf.

Bei den Damen ist trotz mehrerer schwerer Verletzungen immer noch die Tirolerin Karin Huttary, die früher für Schweden Alpinrennen gefahren ist, das Maß der Dinge. Die 32-jährige Huttary war 2005 erste Ski-Cross-Weltmeisterin überhaupt und wurde zuletzt Vizeweltmeisterin. Die dreifache Mutter Kathrin Gutensohn, die früher ebenfalls Alpinrennen für Österreich und Deutschland gefahren ist, geht trotz ihrer bereits 43 Jahre als potenzielle Siegerin in die Saison. Topstar der Szene ist die 33-jährige Französin Ophelie David, die selbst bereits Mutter einer neunjährigen Tochter ist.

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