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Ski alpin: Gut-Behrami gewann erneut Abfahrt - Große Kugel im Visier

Lara Gut-Behrami gewinnt auch die zweite Abfahrt in Val di Fassa.
Lara Gut-Behrami gewinnt auch die zweite Abfahrt in Val di Fassa. ©AFP
Ski-Rennläuferin Lara Gut-Behrami scheint wild entschlossen, ihren zweiten Weltcup-Gesamtsieg nach 2015/16 einzusacken.

Am Samstag wiederholte die Schweizerin ihren Abfahrtssieg in Val di Fassa vom Vortag, die 29-Jährige setzte sich diesmal vor ihrer Landsfrau Corinne Suter und der Deutschen Kira Weidle durch. Ramona Siebenhofer verpasste als Vierte um 0,08 Sekunden das Podium. Im Gesamt-Ranking führt Gut-Behrami nun 107 Punkte vor der Slowakin Petra Vlhova.

Siebenhofer, die 0,76 hinter Gut-Behrami lag, war mit Abstand beste Österreicherin. Die Elfte Tamara Tippler (+1,14), Mirjam Puchner (+1,35) und Stephanie Venier (+1,48) verpassten die Top Ten mehr oder weniger knapp. Christine Scheyer (+2,08), Sabrina Maier (+2,46), Ariane Rädler (+2,59), Nadine Fest (+3,04), Rosina Schneeberger (+3,10) oder Christina Ager (+3,65) waren bei teils diffusem Licht abgeschlagen.

"Feeling zurück"

"Heute war schon ein paar Kurven dabei, die nicht so sauber waren. Wenn das Licht so flach wird, das ist für mich schon noch eine Herausforderung, da tue ich mir schwer", sagte Siebenhofer, am Freitag als Zweite nur ganz knapp hinter Gut-Behrami, im ORF-Fernsehinterview. "Wichtig für mich ist einfach, dass das Feeling wieder zurück ist, dass ich wieder ein gutes Gefühl habe beim Skifahren. Dass die Ergebnisse dann auch so sind, ist natürlich doppelt schön."

Das Podest war mit jenen drei Damen bestückt, die auch bei der WM-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo die ersten drei Plätze belegt hatten. Vor zwei Wochen gewann Suter vor Weidle, Super-G- und Riesentorlauf-Weltmeisterin Gut-Behrami war Dritte. "Es ist schön, dass ich mich steigern kann und von einem Tag auf den anderen noch Sachen verbessern kann", sagte die Tessinerin nach ihrem 32. Weltcup-Sieg. "Sie hat einen super Lauf. Ich denke, sie kann gerade machen, was sie will, es geht ihr super auf", meinte Suter über ihre Teamkollegin.

"Es geht mir nicht um diese Kugel"

Suter besitzt nun vor der letzten Abfahrt der Saison noch die Möglichkeit, wie im Vorjahr die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Disziplinwertung zu holen. Sie liegt jetzt 70 Punkte hinter der verletzungsbedingt fehlenden Führenden Sofia Goggia aus Italien. Die US-Amerikanerin Breezy Johnson, die ebenfalls Chancen gehabt hätte, rutschte am Samstag über den Innenski weg und in einen Fangzaun. Das heißt, Suter müsste in Lenzerheide zumindest Zweite werden, dann ist Goggia machtlos. "Wenn ich ehrlich bin, schaue ich nicht auf das", erklärte die Schweizerin. "Im Endeffekt geht es mir nicht um diese Kugel."

Vor dem Weltcup-Finale in Lenzerheide findet noch ein Super-G in Val di Fassa statt, danach geht es in Jasna in der Slowakei mit einem Riesentorlauf und einem Slalom weiter, ehe der Tross nach Aare übersiedelt, wo zwei Slaloms zu absolvieren sind.

Der Gewinn der Super-G-Kristallkugel ist für Gut nur noch Formsache. Sie liegt da 195 Punkte vor Suter und wird den Triumph voraussichtlich schon am (morgigen) Sonntag fixieren. Im Match um die große Kugel hat Vlhova aber den entscheidenden Vorteil, dass sie als Slalom-Spezialistin im Saison-Finish vier Rennen mehr zur Verfügung hat als Gut-Behrami. Am Samstag belegte Vlhova in der Abfahrt den 12. Platz.

(APA)

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