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Sitzenbleiben war gestern – „Crosswinds“ brachte frischen Wind in historischen Theatersaal

"Crosswinds" im Gasthof Löwen Tisis.
"Crosswinds" im Gasthof Löwen Tisis. ©Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch GmbH
Hugo-Siegerkonzert im Gasthof Löwen-Tisis eröffnete die Montforter Zwischentöne.

Das erstplatzierte Team des HUGO-Wettbewerbs 2019 präsentierte beim Siegerkonzert im Gasthof Löwen-Tisis sein Konzept „À la carte“. Das Besondere des Konzertdesigns: Das Publikum übernahm die Programmgestaltung und entschied in demokratischer Wahl selbst über die Reihenfolge der Stücke. Der Kontrast zwischen der modernen Musik und der Bodenständigkeit des Wirtshauses schuf eine zugleich spannungsreiche und entspannte Atmosphäre, wie sie der Gasthof so wohl noch nie erlebt hat.

Stellen wir uns vor, Sie gehen in einen Gasthof, an diesen gemütlichen Ort des unkomplizierten Zusammenseins, wo seit jeher das Bodenständige auf der Menükarte steht. Auf den Tischen, an denen die Gäste langsam Platz nehmen, stehen Weinflaschen und -gläser und mit Bretzel gefüllte Körbe. Der historische Saal des alten Wirtshauses versprüht Tradition. Und dann erklingt eine Musik, die Ihre Hörerwartung an diesem Ort komplett unterwandert.

Was würde das bei Ihnen auslösen? So wie beschrieben, geschah es gestern beim Hugo-Siegerkonzert im Gasthof Löwen-Tisis. Und das Publikum war von der Idee, das historische Ambiente des Saales mit zeitgenössischer Musik zu kontrastieren, hörbar begeistert.

Von Terry Rileys „In C“, dessen 53 kurzen Motive über dem durchlaufenden Klavier-Ostinato mit der Zufälligkeit und graduellen Veränderungen spielen, über den klanglichen Mikrokosmos von Helmut Lachenmanns „Toccatina“ bis zu George Aperghis „Crosswind“, das ein gewaltvolles Zusammentreffen von zwei ungleichen Parteien vertont, reichte das Programm.

Auch John Cages „Living Room Music“ passte hervorragend zum alten Löwensaal, wo man sich früher zum Reden, Trinken, Spielen, Musik hören und machen traf. Das Stück zeigt: Musik ist überall, wenn man sie nur aufgreift – ob mit Instrumenten oder mit der eigenen Stimme und Gegenständen, die in jedem Wohnzimmer zu finden sind.

Die Reihenfolge der Stücke wurde vom Publikum selbst bestimmt. Der Modus des Platznehmens an einem bestimmten Ort im Saal für die Stimmabgabe sorgte für Bewegung und die typisch ausgelassene Wirtshausstimmung.

Das Basler Saxophon-Ensemble du Bout du Monde und der Bratschist Sebastian Heimann, der an diesem Abend auch die Moderation übernahm, bescherten den Anwesenden einen unvergesslichen Abend. Ein Gast brachte es so auf den Punkt: „Bei den Zwischentönen gibt es nie zwei Mal dasselbe. Und wenn man denkt, man hat alles gesehen, wird man wieder überrascht“. 

Als „special guest“ des Siegerkonzerts mischte sich die Harmoniemusik Tisis-Tosters in den musikalischen Reigen ein. Für sie ist der Löwensaal kein unbekannter Ort: Die Harmoniemusik nutzt den Gasthof seit jeher als Vereinsheim.

Gruß aus der Küche

Vor Konzertbeginn stellten die künstlerischen Leiter und Edgar Eller in seiner Funktion als Veranstalter der Montforter Zwischentöne das Programm des aktuellen Schwerpunktes vor. Der Trompeter Stefan Dünser gab eine kleine Kostprobe aus dem Stück „Auf nach Umbidu!“, in dem sich am 29. Juni beim Zwischentöne-Open große und kleine Konzertbesucher auf die Suche nach dem Glück machen werden. Stephanie Gräve, Intendantin am Vorarlberger Landestheater in Bregenz, sprach über die Notwendigkeit eines Ensembles für ein gesellschaftlich wirksames Theater und welche Rolle Kooperationen wie jene mit den Montforter Zwischentönen dafür spielen.

Neue Formen des klassischen Konzerts

Der HUGO ist der Konzertdramaturgie-Wettbewerb der Montforter Zwischentöne und europaweit einzigartig. Seit 2015 bewerben sich Musikstudierende mit ihren innovativen Ideen für neue Konzertdramaturgien. Dieses Jahr wurde der Wettbewerb zum ersten Mal auf alle Musikhochschulen in Österreich, Deutschland und der Schweiz ausgeweitet – mit hervorragender Resonanz. Die Sieger können ihre Konzertidee mit professioneller Hilfe im Rahmen des Sommerprogramms der Montforter Zwischentöne aufführen und erhalten zusätzlich ein Preisgeld von 1000 Euro, das vom Kulturkreis Montforthaus zur Verfügung gestellt wird.

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