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"Sind uns näher als es scheint"

Nach den Differenzen im Irak-Konflikt haben Georg Bush und Wladimir Putin, die Präsidenten der USA und Russlands, Gemeinsamkeit in Fragen der Weltpolitik demonstriert.

Die USA und Russland sind nach den Worten von US-Präsident George W. Bush besorgt über die Atomprogramme Nordkoreas und des Iran. Ihre Länder seien entschlossen, gegen die Gefahr der Massenvernichtungswaffen vorzugehen, sagte Bush am Sonntag in St. Petersburg auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin. Putin sagte, in der Iran-Frage “sind sich beide Länder näher als es scheint”.

Putin erklärte, Russland werde mit all seinen Partnern, einschließlich den USA, zusammenarbeiten, um die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen in der Welt zu verhindern. “Dies trifft ganz eindeutig auf den Iran zu”, sagte Putin. Russland und die USA teilten die Sorge über das “fortgeschrittene” iranische Atomprogramm, sagte Bush, der das Verständnis Putins für dieses Problem “schätze”. Der russische Staatschef verteidigte jedoch auch die Atomzusammenarbeit seines Landes mit dem Iran. Moskau beteiligt sich am Bau eines Atomreaktors in der südiranischen Hafenstadt Bushehr.

Bush stellte den Aufstand der tschetschenischen Rebellen gegen Russland mit dem internationalen Terrorismus des El-Kaida-Netzwerks in eine Reihe. “Unsere Länder haben beide schwer unter dem Terrorismus gelitten, und unsere Regierungen tun alles, um auf diese Bedrohung zu reagieren”, sagte US-Präsident. “Die Grundlagen der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland haben sich als stärker erwiesen als die Kräfte und Ereignisse, die sie auf die Probe gestellt haben”, sagte Putin unter dem zustimmenden Nicken Bushs.

Die beiden Präsidenten tauschten Urkunden zur Ratifizierung des Moskauer Vertrags aus, den sie im vergangenen Jahr zur Fortsetzung des Abrüstungsprozesses unterzeichnet hatten. Der Vertrag über die Reduzierung strategischer Offensivwaffen (SORT) sieht vor, dass beide Seiten die Zahl ihrer strategischen Atomsprengköpfe bis Ende 2012 auf 1.700 bis 2.200 verringern.

Das Gespräch am Rande der 300-Jahr-Feier von St. Petersburg war das erste Treffen der beiden Politiker seit Beendigung des Irak-Kriegs.

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