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Silverstone im Banne der WM

Kein Sportereignis kommt am kommenden Wochenende an der Fußball-WM vorbei. So wurden die Beginnzeiten für den Grand Prix am Sonntag in Silverstone vorverlegt und große Videowalls aufgestellt.

Weil England am Samstag mit dem Spiel gegen Paraguay um 15.00 Uhr in die WM startet, beginnt am Schauplatz des ersten Formel-1-WM-Rennens überhaupt (1950) die Qualifikation bereits um 13.30 Uhr.

Sportlich steht Michael Schumacher im achten WM-Saisonlauf insofern im Blickpunkt, als der Ferrari-Pilot nach der “Straßensperre” und der Rückversetzung in Monaco sein angekratztes Image gerne aufpolieren würde. Am liebsten mit einem Sieg. “Unser Ziel ist, in Silverstone zu gewinnen”, gab “Schumi” eine klare Parole aus.

Der in der WM 21 Punkte hinter Weltmeister Fernando Alonso (64 Punkte) zurückliegende Rekordweltmeister wird sich in Silverstone aber nochmals zur “Rascasse Affäre” äußern müssen. Auf der Sitzung der Fahrergewerkschaft GPDA soll am Rande des Grand-Prix auch das Thema “Blockade” zur Sprache kommen. Schumacher ist neben David Coulthard und Jarno Trulli einer der Direktoren der Vereinigung. Einige Formel-1-Piloten haben bereits die Ablösung des Rekordweltmeisters verlangt.

Alonso gab sich wie immer zurückhaltend. “Ich weiß, dass Silverstone unserem R26 ausgezeichnet liegt. Deshalb gibt es keinen Grund zu glauben, dass wir nicht um die vordersten Plätze mitkämpfen”, sagte der vierfache Saisonsieger. Der 24-jährige Renault-Pilot war in bisher sieben Rennen nie schlechter als Zweiter. Alonso hat auch die McLaren-Mercedes und Honda auf seiner Rechnung.

Besonders unter Druck steht Jenson Button. Der Lokalmatador und Honda-Pilot ist nun seit bereits 107 GP-Rennen ohne Sieg, für Sonntag allerdings auch nicht gerade optimistisch. “Ich hoffe auf Regen”, sagte Button und traf damit auch den Wunsch von Christian Klien. Der Österreicher musste nach seinem bitteren Aus in Monaco auch bei den jüngsten Testfahrten zur Kenntnis nehmen, dass die neuen Aerodynamik-Teile den RB2 nur unmerklich schneller gemacht haben. Eine Performance wie an der Cote d’Azur, wo David Coulthard als Dritter für den ersten Red-Bull-Podestplatz in der Formel-1-WM überhaupt gesorgt hatte, ist praktisch auszuschließen. Red Bull Racing bekommt trotz Ferrari-Motoren einfach kein wirklich gutes Auto hin, kämpft am Wochenende wohl eher wieder um den Anschluss ans Mittelfeld. Klien: “Ich habe mir von den neuen Teilen wirklich mehr erhofft. Punkte sind kaum möglich. Außer es passiert etwas oder es regnet.”

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