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Silbertal erleben

Viel Spaß beim fünften M1-Wandertag beim Gasthaus Fellimännle im hinteren Silbertal.
Viel Spaß beim fünften M1-Wandertag beim Gasthaus Fellimännle im hinteren Silbertal. ©Gerhard Scopoli
Fellimännle am 10. Okt. 2010
Silbertal am 10. Okt. 2010
Naturerlebnis

Silbertal. Zahlreiche Wanderer entschieden sich am Sonntagnachmittag für eine Wanderung im wunderschön-herbstlich gefärbten hinteren Silbertal. Mit Pop/Rock aus den 60er Jahren bis heute war aus Anlass des M1-Wandertags beim Gasthaus Fellimännle für beste Stimmung gesorgt. Als Bühne diente den drei Musikern Jürgen Ganahl, Bernd Tagwerker und Christian Stroppa ein Traktoranhänger. Die Freude über die wieder sehr gelungene Veranstaltung, die zum fünften Mal stattgefunden hat, stand Christian Böhm vom M1-Infokanal der Montafonerbahn ins Gesicht geschrieben.

“JAHRE DER HEIMSUCHUNG”

Mit dem Thema “Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon” setzen sich derzeit Ausstellungen in den vier Museen des Montafon, also auch im Bergbaumuseum in Silbertal, auseinander.

Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich in Erinnerung wegen der massiven Reaktionen. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor.

Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von der Lawinenkatastrophe 1689 über das Hungerjahr 1817 bis zu jüngsten Brand- und Sturmschäden. Die vier Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche “Schicksalsschläge” zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern.

Die am 1. Juni eröffneten Sommerausstellungen dauern noch bis 31. Oktober 2010. Die Öffnungszeiten des Bergbaumuseums in Silbertal sind Dienstag bis Samstag, jeweils von 15 bis 18 Uhr. (Quelle des Beitrags “Jahre der Heimsuchung”: Montafoner Museen)

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