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Silber und Bronze im Damen-Slalom

Nicole Hosp und Marlies Schild haben am Mittwochabend im Olympia-Slalom in Sestriere bei Flutlicht und Nebel die Medaillen 18 und 19 für Österreich gewonnen. Olympiasiegerin wurde Anja Pärson.  

Die 22-jährige Nicole Hosp wurde im Spezialslalom 0,29 Sekunden hinter Anja Pärson (24) Zweite, Marlies Schild (24) sicherte sich als Dritte (+0,75) ihre bereits zweite Medaille bei diesen Spielen. Während die kroatische Weltmeisterin Janica Kostelic als Vierte erstmals leer ausging, holte sich Pärson verdient endlich ihre allererste olympische Goldmedaille. Viel bekamen die Zuschauer von der Slalom-Entscheidung der Damen auf der Piste Giovanni A. Agnelli nicht zu sehen. Eine dicke Nebelsuppe hatte sich im zweiten Durchgang über den Berg gelegt, man sah von den Tribünen kaum bis zur Ziellinie. Nicht mehr dabei war bei der Entscheidung mit Kathrin Zettel ausgerechnet die einzige Läuferin, die im ersten Durchgang schneller gewesen war als Halbzeit-Leaderin Pärson. Die 19-jährige Niederösterreicherin schied aber unmittelbar nach der Zwischenzeit durch einen Fahrfehler aus.

Dennoch hatte sich die junge ÖSV-Slalom-Truppe höchst aussichtsreiche Positionen für das Finale herausgefahren. Hosp war Zweite hinter Pärson, die sensationelle Michaela Kirchgasser trotz Startnummer 19 Dritte. Nur die dreifache Saisonsiegerin Schild war durch einige Patzer als Sechste etwas unter ihren Erwartungen geblieben. Mit einem starken zweiten Lauf fuhr die 24-jährige Salzburgerin, bereits Olympia-Zweite in der Kombination, aber vor den Augen ihres mitzitternden Freundes Benni Raich noch auf das Podest. “Ich war relativ weit hinten, musste also alles riskieren. Der Lauf war wieder nicht optimal und die Sicht nicht gut. Deshalb bin ich auch mit Bronze überglücklich”, sagte Schild nach einer innigen Umarmung von Benni.

Ihre Nerven bewahrte auch Hosp. Die in der Kombi auf dem unglücklichen vierten Platz gelandete Tirolerin fuhr im Finale Laufbestzeit und “verteidigte” damit Halbzeit-Silber im Nebel erfolgreich. “Ich wusste, dass ich voll attackieren muss, weil die anderen nicht weit hinter mir waren”, erzählte Hosp. Prompt passierte ein Fehler im Steilhang, auf dem flachen Schlussteil drehte “Niki” aber wieder mächtig auf. Die Erleichterung über ihre erste Olympia-Medaille war der 22-jährigen Bichlbacherin anzusehen. “Ich habe mir sehr gewünscht, dass ich hier eine Medaille gewinne. Im Riesentorlauf habe ich jetzt nichts mehr zu verlieren.” Olympia-Teambaby Kirchgasser hingegen brachte Platz drei nicht ins Ziel. Die Salzburgerin hatte sich selbst vorher als krasseste Außenseiterin im ÖSV-Team bezeichnet und auf zwei perfekte Läufe gehofft. Es gelang nur einer. ”Da wäre mehr drin gewesen, andererseits hätte ich vorher nicht gedacht, dass ich hier um Medaillen mitfahre.” Kirchgasser bekommt eine weitere Chance, nachdem sie im Riesentorlauf den Vorzug gegenüber Elisabeth Görgl erhalten hat.

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