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Siemens baut bei PSE in Österreich 870 der 2.200 Leute ab

Die Siemens-Softwareschmiede PSE (Programm- und Systementwicklung) steht vor einem personellen Kahlschlag. Dem Vernehmen nach werden in Österreich 870 der noch rund 2.200 Mitarbeiter abgebaut werden, berichtet der "Kurier" online und in seiner Mittwoch-Frühausgabe.

In der gesamten Gruppe – die unter der gemeinsamen Führung von Siemens Österreich und der Konzernzentrale in München weltweit rund 5.000 Mitarbeiter beschäftigt – wackeln demnach bis zu 1.400 Jobs.

Der Hauptgrund für die radikale Maßnahme sind dem Bericht zufolge fehlende Aufträge aus dem Siemens-Konzern selbst und vor allem vom Markt. Die PSE ist aus der Vergangenheit stark auf den Bereich Mobilfunk und die Telekom-Branche ausgerichtet. Siemens selbst hat sich aber aus dem Handygeschäft zur Gänze und aus dem Telekom-Bereich weitgehend zurückgezogen. Dabei wurde aber – so ein Insider – eine Umstrukturierung der Software-Aktivitäten auf andere Bereiche bisher eher vernachlässigt. Die PSE – die in der Vergangenheit mehrheitlich von Aufträgen aus dem Konzern lebte – habe sich außerdem zu wenig getan, um mehr Aufträge von außerhalb zu lukrieren.

Siemens Österreich selbst räumt ein, dass in der PSE “weitere Maßnahmen” notwendig sind. Den Abbau von 870 Mitarbeitern allein in Österreich dementiert Konzernsprecher Harald Stockbauer – Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar -, allerdings: “Es gibt noch keine Zahlen, es werden aber Gespräche mit der Belegschaftsvertretung geführt werden.”

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