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Sieben Tote bei Terrorserie im Irak - Streit um Schuhwerfer

Extremisten haben in einer irakischen Kleinstadt nördlich von Bagdad am Dienstag sieben Menschen getötet. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak starben in Al-Saadiya (Provinz Diyala) vier irakische Soldaten, als eine Autobombe neben ihrer Patrouille explodierte.

Der Kommandant einer lokalen Bürgerwehr wurde erschossen, als er nach dem Gebet am Morgen eine Moschee verließ. Ein Sprengsatz, der einer Patrouille der Polizei in Al-Saadiya galt, tötete den Angaben zufolge einen Polizisten und einen Zivilisten. Acht weitere Menschen wurden verletzt, darunter drei Polizisten.

In Bagdad wurde unterdessen weiter darüber gestritten, ob der Journalist, der am vergangenen Sonntag seine Schuhe nach US-Präsident George W. Bush geworfen hatte, als “Held” oder “Schande für die irakischen Journalisten” angesehen werden sollte. Seit seiner Schuh-Attacke ist Montasser al-Saidi, der eine Welle von Begeisterung und arabischer Solidarität von Mauretanien bis Syrien ausgelöst hat, in Haft.

Zu den wenigen Kommentatoren, die den Schuhwerfer kritisieren, gehört Tarik Al-Homaid von der überregionalen arabischen Tageszeitung “Al-Sharq Al-Awat”. Er schrieb am Dienstag, als normaler Bürger seines Landes hätte Al-Saidi das Recht gehabt, seine Schuhe auf Bush zu werfen. Da er aber als Journalist zu der Pressekonferenz gegangen sei, habe er durch seine Attacke “den Ruf der Journalisten beschädigt”.

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