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Ländle-Schulprogramm: "Wasser-Sicherheits-Check"

Wasser-Sicherheits-Check im Schwimmbad Schwarzenberg
Wasser-Sicherheits-Check im Schwimmbad Schwarzenberg ©VOL.AT/Mayer
Mit dem Wasser-Sicherheits-Check wird getestet, ob sich eine Person bei einem Sturz ins Wasser selber retten kann. Sicheres Vorarlberg startet dieses Programm im Herbst an Volksschulen.
Wasser-Sicherheits-Check
NEU

Sicheres Vorarlberg präsentierte am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz im Schwimmbad in Schwarzenberg das Schulprogramm "Wasser-Sicherheits-Check": Im Gegensatz zu Darstellungen in Filmen, ist Ertrinken meist lautlos. Denn Kinder und auch Erwachsene haben normalweise keine Möglichkeit mehr auf sich aufmerksam zu machen. So sind in 90% der Ertrinkungsunfälle von Kindern, Erwachsene in unmittelbarer Nähe, jedoch abgelenkt.

Wasser-Sicherheits-Check im Schwimmbad Schwarzenberg

Mit den warmen Temperaturen startet auch die Hochsaison für Ertrinkungsunfälle. Sicheres Vorarlberg weist deshalb eindringlich darauf hin Kinder im und am Wasser nie aus den Augen zu lassen und Schwimmkenntnisse von Kindern zu fördern. So sind in 90% der Ertrinkungsunfälle von Kindern Erwachsene in unmittelbarer Nähe, jedoch abgelenkt. Ertrinken ist die häufigste Unfallursache mit Todesfolge bei Kleinkindern und die zweithäufigste bei Kindern.

Einer der Gründe für das hohe Ertrinkungsrisiko bei Kleinkindern ist der sogenannte „Totstellreflex“, der bei Kindern bis drei Jahre auftritt: Sie können aus ungeklärter Ursache den Kopf nicht aus dem Wasser heben, selbst wenn die Wassertiefe zehn Zentimeter oder weniger beträgt. Dabei gibt es einfache Maßnahmen, um Ertrinkungsunfälle zu verhindern. Landesrat Christian Bernhard appelliert: „Denken Sie daran, Biotope und Regentonnen entsprechend abzusichern! Entleeren Sie das Wasser aus Planschbecken und anderen Gefäßen gleich nach Gebrauch, auch geringe Wassertiefen können gefährlich sein.“

Neben Maßnahmen zur Absicherung von Wasserflächen und der uneingeschränkten Aufsicht durch Erwachsene, sind gute Schwimmkompetenzen ein wichtiger Schutz vor Ertrinken. Umso erschreckender, dass immer mehr Kinder nicht mehr ausreichend Schwimmen können – Experten berichten über Nicht-Schwimmer-Quoten von mehr als 50 Prozent in Vorarlbergs Volksschulen.

So startet Sicheres Vorarlberg im Herbst mit dem „Wasser-Sicherheits-Check“ an Vorarlbergs Volksschulen.

Ziele des neuen Projekts

Der „Wasser-Sicherheits-Check“ ist die Minimalanforderung im Bereich Schwimmen und soll Kindern Selbstrettungskompetenzen vermitteln. „Kinder sollen aber trotzdem bis zu einem Alter von 10 Jahren und wirklich sehr guten Schwimmkenntnissen nie alleine und unbeaufsichtigt baden oder schwimmen gehen“, erklärt Amann. „Deshalb ist die Information der Eltern über mögliche Gefahrenquellen ein wichtiger Bestandteil des Projekts.“ Der „Wasser-Sicherheits-Check“ ist kein Schwimmkurs und kein Ersatz für einen – sondern ein wichtiger erster Schritt, um sicher im und am Wasser zu sein. Im Projektzeitraum sollen 1.000 Kinder an diesem Projekt, im Klassenverband, teilnehmen. Die mit dem „Wasser-Sicherheits-Check“ erlangte Mindestkompetenz soll Kinder befähigen, sich nach einem Sturz ins Wasser selbst an den Beckenrand oder ans Ufer zu retten. Zusätzlich sollen sie mit dem Training mehr Sicherheit im Tiefwasser gewinnen. Die Erfahrungen und Ergebnisse bilden dann die Basis um den "Wasser-Sicherheits-Check" möglichst flächendeckend auszurollen, damit so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich den "Wasser-Sicherheits-Check" absolvieren können.

Übungen sollen auf den Ernstfall vorbereiten

Wer den Check bestehen will, muss folgende Aufgaben hintereinander und ohne Unterbrechung lösen:

  • •Rollen vom Rand in tiefes Wasser
  • 1 Minute an Ort über Wasser halten
  • 50 Meter schwimmen und selbständig aus dem Wasser steigen

Die Rolle ins Wasser soll dabei einen unbeabsichtigten Sturz simulieren. Nachdem man sich wieder orientiert hat muss man in der Lage sein, sich längere Zeit über Wasser zu halten beziehungsweise an Land zu schwimmen und auch ohne Hilfe einer Leiter oder anderer Personen aus dem Wasser zu steigen. Bevor es für die Schüler ins Wasser geht werden aber drei theoretische Unterrichtseinheiten durch die Lehrpersonen in der Klasse selbst durchgeführt. Dafür werden Ablauf und Materialien zur Verfügung gestellt. Durch ausgebildete Trainer werden dann drei standardisierte Wasser-Einheiten durchgeführt, die mit dem „Wasser-Sicherheits-Check“ abschließen. Die Schule erhält im Anschluss die Ausweise für alle Kinder, die bestanden haben.

Erster Test geglückt

Mit Schülern der 2. und 3. Klassen der VS Egg wurden die Wassereinheiten in den letzten Wochen bereits getestet. Nach den drei Vorbereitungseinheiten absolvierten die meisten Kinder den anspruchsvollen Wasser-Sicherheits-Check. Lehrerin Angelika Wolf berichtet: „Die Schwimmeinheiten waren eine Herausforderung für unsere Kinder, es hat ihnen jedoch sehr viel Spaß gemacht. Für uns als Schule ist es ein tolles Angebot und auch die Rückmeldungen von den Eltern waren sehr positiv.“

Bädertour „Ertrinken ist zu 100% vermeidbar“

Neben dem neuen Schulprogramm tourt Sicheres Vorarlberg im Sommer unter dem Motto „Ertrinken ist zu 100% vermeidbar“ durch die Schwimmbäder in Vorarlberg. Mit dieser Bädertour wird auf die Gefahren im und am Wasser hingewiesen. Mit einem Wurf-Spiel für Klein und Groß sowie einem Gewinnspiel wird für das Thema sensibilisiert und informiert.

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