AA

Shitstorm gegen die Grünen nach Attacke auf Mateschitz

Shitstorm auf die Grünen nach Attacke auf Mateschitz.
Shitstorm auf die Grünen nach Attacke auf Mateschitz. ©GEPA pictures/APA
"Was leistet ein Mark Mateschitz mehr, dass er Null Euro Steuern zahlen muss?" - Mit dieser Frage schockierte Nina Tomaselli zahlreiche Menschen im Internet, als auch im Parlament.

Kurz vor der Sommerpause im Parlament mischte das hitzige Thema, Vermögenssteuer, wieder ganz vorne mit. „Innerlich brodelt in mir die Wut hoch“, beginnt Nina Tomaselli (Grüne) ihre Rede zu diesem Thema. Jedoch nennt sie als Beispiel, keinen anderen Politiker, sondern den Red-Bull-Erben Mark Mateschitz.

Attacke auf Mateschitz

Um zu veranschaulichen, hielt Tomaselli einen Zettel mit der Zahl "37.000.000.000" in die Kameras und erklärte, dass dies das Einkommen des Red-Bull-Erben im Jahr 2022 sei. "Das ist das Millionenfache eines österreichischen Durchschnittsverdieners", so Tomaselli und meinte dann: "Die Durchschnittsverdienerin zahlt knapp 40 Prozent Steuern, während Mark Mateschitz null Euro Steuern zahlt". Bei den Grünen stieß diese Aussage auf breite Anerkennung. Auf dem Twitter-Account der Grünen zitierte sogar eine Aussage von Tomaselli: „Ich habe so oft gehört: ‚Leistung muss sich lohnen.‘ Aber was leistet ein Mark Mateschitz mehr, dass er Null Euro Steuern zahlt, während die, die "hackeln" gehen, 40 Prozent zahlen müssen?"

Unerfreuliche Kommentare für die Grünen auf Twitter

Überwiegend waren jedoch kritische Kommentare zu diesem Post auf Twitter. Ein User schreibt: "Was??? Echt jetzt, ihr nennt eine Privatperson namentlich, um eine polemische Diskussion zu führen? Es ist euch aber schon klar, dass das ein Schuss ins Knie ist? Das bringt ein paar Neider auf den Plan, aber ändert gar nichts an der inhaltlichen Grundlage. Und ist schäbig."

Weitere User schreiben: "Neid ist etwas Widerliches." oder auch
"Bravo, @diegruenen. Wieder mal Unternehmerbashing, das impliziert, dass Unternehmer ned hackln. Wie soll ich als Unternehmerin Euch je wieder wählen wollen??"

Einige bezweifeln auch die Richtigkeit dieser Aussage von Tomaselli. Als Quelle geben die Grünen einfach nur den Link zur Rede der Grünen-Abgeordneten an.

Red Bull zahlt Steuern

Georg H. Jeitler, selbst Unternehmer und Gerichtssachverständiger, stellt klar: "Jemand wie Mateschitz, der das nicht optimiert übers Ausland macht, zahlt 45,625 % Steuern ab dem 1. tatsächlich zugeflossenen Euro. Der Wert des Unternehmens ist wurscht. Was soll die Lösung sein? 50 % Erbschaftssteuer und Verkauf an die Chinesen?! Verstaatlichung?"

Andere User schreiben, dass Red Bull sehr wohl Steuern in Österreicher
zahle. "Mateschitz zahlt also €0,- Steuern? Well … alleine Red Bull zahlt pro Jahr gut €550mio Steuern in Österreich & warum Mark Mateschitz Steuerbefreit sein soll, hätte ich jetzt bitte gerne von @diegruenen erklärt", schreibt ein weiterer dazu. Und tatsächlich: Das Mateschitz-Unternehmen gehört zu jenen Firmen, die eine der höchsten Steuerleistungen im Land haben. Laut Bilanz überwies Red Bull 2021 an den Staat 587 Millionen Euro.

(VOL.AT)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Shitstorm gegen die Grünen nach Attacke auf Mateschitz