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Shiffrin im Semmering-Slalom nach 1. Lauf voran

Shiffrin eine Klasse für sich
Shiffrin eine Klasse für sich ©APA
Mikaela Shiffrin hat beim Ski-Weltcup am Semmering Kurs auf ihren 36. Sieg im Slalom aufgenommen.
Shiffrin sinnt auf Revanche
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Die US-Amerikanerin rangiert nach dem 1. Durchgang am Samstag mit 0,48 Sekunden Vorsprung auf die Slowakin Petra Vlhova auf Rang eins. Auf Platz drei liegt die schwedische Olympiasiegerin Frida Hansdotter. Beste Österreicherin ist Katharina Liensberger auf Platz sechs, 1,17 Sekunden hinter Shiffrin.

Schild früh out

Katharina Truppe rangiert auf Rang zehn (+1,85). Bernadette Schild fädelte beim ersten Tor ein, auch Stephanie Brunner erreichte das Ziel nicht.

Gewinnt Shiffrin auch in Semmering, würde sie mit dem 36. Sieg im Slalom zur alleinigen Rekordhalterin aufsteigen. In Courchevel hatte die 23-Jährige die Bestmarke der Salzburgerin Marlies Raich (Schild) egalisiert.

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Mit Bernadette Schild haben Österreichs Ski-Damen beim Weltcup-Slalom am Semmering ihre stärkste Läuferin im Blitztempo verloren. Die Salzburgerin fädelte Samstagvormittag gleich beim ersten Tor des ersten Durchgangs ein und schied aus. Kurios: Dasselbe war Schilds erfolgreicher Schwester Marlies ebenfalls einmal passiert, nämlich am 28. November 2010 in Aspen.

“Shit happens” hatte Marlies damals gemeint, nachdem sie vor acht Jahren in Colorado gleich beim ersten Rechtsschwung hängen geblieben war. Bei Schwester Bernadette war es diesmal ein Linksschwung, auch für sie war nach nicht einmal zwei Sekunden alles vorbei. “Man denkt sich ja immer, sowas passiert mir nie. Aber es geht alles so unglaublich schnell, man kann es kaum erklären”, war Schild im Ziel niedergeschlagen.

Am Tag, an dem Mikaela Shiffrin den Slalom-Rekord ihrer mittlerweile verheirateten Schwester Marlies Raich (35 Siege) angriff, hätte auch für Schild ein großer werden sollen. Nach den Plätzen drei (Levi) und vier (Killington) sowie Rang drei zur Halbzeit in Courchevel war die in wenigen Tagen 29 Jahre alt werdende Salzburgerin mit Hoffnungen auf eine ähnliche Sensation wie am Vortag Riesentorlauf-Siegerin Petra Vlhova zum “Zauberberg” angereist. Dann musste Schild aber zum zweiten Mal in Folge einen Ausfall hinnehmen.

Über die Gründe ihres Hoppalas gab es zunächst nur Rätselraten. “Irgendwas muss beim Anschieben schief gelaufen sein. Oder es war eine kleine Spur im Schnee, ein minimaler Druck am Innenski. Dann passiert es halt”, sagte Schild.

Die “Höchststrafe” sei gar nicht so sehr das frühe Einfädeln an sich, betonte Schild. “Die ist eigentlich, auf diesem echt wunderschönen Hang den Lauf abbrechen zu müssen und nicht durchfahren zu dürfen. Sowas ist richtig, richtig bitter”, meinte Schild. Sie habe deshalb kurz überlegt, zurückzusteigen. “Weil ich mich doch so sehr auf dieses Rennen gefreut habe. Aber leider war ich schon zu weit weg.”

Mit Oslo, Zagreb und dem großen Heimrennen am 8. Jänner in Flachau stehen für Schild im neuen Jahr aber gleich wieder große Aufgaben an. “Also heißt es, alles rasch abzuhaken. Es gibt eh kaum Zeit zum Nachdenken.”

Schilds Teamkolleginnen hatten das Malheur hauptsächlich über die Streckenlautsprecher und die Reaktion der tausenden Zuschauer mitbekommen. “Es ist voll schade für Bernie. Ein Heimrennen ist ja immer was Besonderes”, litt etwa Katharina Liensberger mit. “So etwas passiert im Slalom so schnell. Und ob es das erste oder das zehnte Tor ist, ist an sich wurscht”, meinte Katharina Truppe. “Das erste Tor tut halt noch mehr weh.”
(APA)

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