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Sharon überlegt Koalitionswechsel

Ministerpräsident Ariel Sharon hat seinen rechten Koalitionspartnern mit einem Regierungswechsel gedroht, sollten sie die Räumung der Siedlungen im Gaza-Streifen blockieren.

Der amtierende Vorsitzende der Arbeiterpartei und Oppositionsführer Shimon Peres hat Sharon unterdessen volle Unterstützung für den Räumungsplan zugesichert. Auf einer Parteikonferenz habe Peres der Regierung am Dienstag ein „Sicherheitsnetz“ bei einer Abstimmung im Parlament zugesagt, berichtete der israelische Rundfunk.

In der rechtsgerichteten Regierungskoalition unter Führung von Sharons Likud-Block gibt es starke Widerstände gegen die Gaza-Räumung. Sharon hat am Dienstag in Ashkelon die Aufgabe der jüdischen Siedlungen im Gaza-Streifen als „schmerzvolle“ Entscheidung bezeichnet, die für Israels Zukunft von „vitaler“ Bedeutung sei.

Der Premier drohte mit einer Regierungsumbildung, sollten seine Koalitionspartner die Entscheidung nicht mittragen. „Ich bin zu der Entscheidung gekommen als jemand, der die Verantwortung der ’maximalen Sicherheit’ (für Israel) auf den Schultern trägt“, sagte Sharon im Radio. Er beabsichtige, das auszuführen, was seiner Ansicht nach heute notwendig sei für Israel in den kommenden Jahren.

„Ich werde nicht zögern, eine neue Regierung zu bilden. Nicht, dass ich es mit diesem Schritt eilig hätte, aber ich habe nicht die Absicht, mich von der Gnade der Fraktionen abhängig zu machen, (…) die es mir nicht gestatten wollen, im Interesse des Staates zu handeln“, sagte der Regierungschef.

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