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Sexismus-Eklat bei "Ballon d'Or"-Verleihung

Fußballerin Ada Hegerberg zeigte sich irritiert auf die Frage, ob sie "twerken" könne.
Fußballerin Ada Hegerberg zeigte sich irritiert auf die Frage, ob sie "twerken" könne. ©AFP
Ada Hegerberg wurde am Montag als erste Frau mit dem "Ballon d'Or" geehrt. Bei der Preisverleihung fragte sie Moderator Solveig nicht nach ihren fußballerischen Fähigkeiten, sondern ob sie mit Po und Hüften wackeln könne.
Ballon d'Or-Verleihung Paris
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Fußballerin soll mit dem Po wackeln

Kopfschütteln und Verärgerung nach der Verleihung des Ballon d’Or an die Norwegerin Ada Hegerberg als weltbeste Fußballerin: Der Moderator Martin Solveig fragte sie bei der Preisverleihung auf der Bühne am Montagabend in Paris, ob sie “twerken” wolle, also tief in der Hocke mit dem Po wackeln. Die 23-Jährige von Olympique Lyon, die als erste Spielerin mit der Auszeichnung des französischen Fachmagazins “France Football” bedacht wurde, reagierte sichtlich entsetzt auf die Frage, verlor ihr Lächeln, wandte sich mit einem abrupten “Nein” und Kopfschütteln ab.

Auf Sexismus-Vorwurf folgt Entschuldigung

Die Frage des Moderators löste in den sozialen Netzwerken heftige Reaktionen aus, ihm wurden Respektlosigkeit und Sexismus vorgeworfen. Solveig, der auch als DJ bekannt ist, entschuldigte sich via Twitter: Er habe Hegerberg seinen Spruch erklärt und sie habe ihm gesagt, dass sie verstanden habe, dass es ein Witz gewesen sei. “Dennoch entschuldige ich mich bei allen, die möglicherweise beleidigt wurden”, fügte Solveig hinzu. Hegerberg selbst zeigte sich in einem Interview wenig später gelassen: “Ich habe es in dem Moment gar nicht als sexistisch empfunden.”

“Ballon d’Or” auch für Modric, “Kopa” für Mbappé

Unter den Männern wurde der Kroate Luka Modric mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet. Der Mittelfeld-Star vom spanischen Rekordmeister Real Madrid entschied die von der FIFA unabhängige Wahl des französischen Fachmagazins “France Football” zum Weltfußballer für sich. Zum besten Jungstar wurde der französische Weltmeister Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain gewählt.

(dpa/Red.)

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