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Sex-Täter überfiel sechs Frauen: Prozess

Während seine Freundin wochenlang im Spital behandelt wurde, soll ein 31-jähriger Mann im vergangenen Winter in Wien mehrere Frauen auf dem Nachhauseweg verfolgt haben und über sie hergefallen sein.

In zwei Fällen kam es zu einer Vergewaltigung, in vier weiteren blieb es beim Versuch, weil sich die Opfer zur Wehr setzten, das Licht im Stiegenhaus anging oder Passanten zu Hilfe kamen. In seinem Prozess im Straflandesgericht stellte der Angeklagte am Dienstag sämtliche Vorwürfe in Abrede.

Er habe im Tatzeitraum – zwischen Anfang Dezember 2008 und Ende Jänner 2009 – mehrere Frauen kennengelernt, die auf freiwilliger Basis mit ihm intim wurden, behauptete der Mann.

In Wahrheit soll er sich laut Anklage stets nach Mitternacht bei U-Bahnstationen positioniert und gezielt auf Frauen gewartet haben, die ohne Begleiter unterwegs waren. Unter anderem verfolgte er eine Richterin, die bis spät in die Nacht hinein in ihrem Büro Akten bearbeitet hatte.

Von hinten fiel der Sex-Täter dann über seine Opfer her, indem er ihnen den Mund zuhielt und sie mit einem Messer, in einem Fall mit einer Schusswaffe bedrohte.

Obwohl er von zwei DNA-Gutachten massiv belastet wurde – “Es gibt keinen zweiten Mann, der die gleichen Merkmale hat”, sagte eine Sachverständige -, betonte der Angeklagte seine Schuldlosigkeit. Um abzuklären, ob von ihm eine derartige Gefahr ausgeht, dass seine Unterbringung in einer Anstalt für abnorme Rechtsbrecher gerechtfertigt wäre, wurde die Verhandlung auf den 3. Dezember vertagt.

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