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Sex-Machine aus den 80ern: „Leisure Suit Larry“ im Test

Liebe, Lust und Lacher ab 18 Jahren: Das totgeglaubte Uralt-Erotik-Adventure des kultigen Aufreißers wurde neu aufgelegt und macht (Überraschung!) sogar Spaß.
Leisure Suite Larry
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Game-Review
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(PC, Mac) Ein peinlicher Macho und seine Sex-Eskapaden – das war einst das Comedy-Erfolgsrezept der „Larry“-Serie, bis die letzten Teile (zu Recht) fatal floppten. Unter dem Titel „Wet Dreams don’t dry“ wagt die deutsche Spieleschmiede Crazy Bunch eine Mission Impossible: Die Wiederbelebung eines Uralt-Games (erster Teil: 1987!) in einem fast ausgestorbenen Spiel-Genre – dem Point & Click-Abenteuer. Das gelingt vergleichsweise gut. Besonders, wenn Spieler gerne die Nostalgie-Brille aufsetzen.
Point & Click-Adventures waren Ende der Achtziger so trendy wie heute Open-Worlds. Das Spielprinzip damals wie heute: In statischen Szenerien Rätsel lösen. Heißt im Wesentlichen: Objekte aufnehmen/benutzen und mit anderen Figuren via Multiple-Choice-Dialog plaudern. Die seinerzeit sehr erfolgreiche (und gut ein Dutzend Titel umfassende) „Leisure Suit Larry“-Serie hob sich von der Konkurrenz durch anzüglichem Humor und ausgezogene Pixel-Schönheiten ab. Der Erotik-Faktor fiel – gemessen an heutigen Standards – sehr zahm aus.

Die neue Episode „Wet Dreams don’t dry“ verschlägt den antiquierten Anti-Helden aus dem Original, Larry Laffer, per Zeitreise in die Gegenwart. Dort setzt er seine lebenslange Suche nach (körperlicher) Liebe fort, hat aber mit modernen #FirstWorldProblems wie Social Media und Smartphones zu kämpfen. Das bietet zu den üblichen Anmach-Sprüchen ein neues, breites Feld für Gags. Dass Ober-Macho Larry stets als liebenswerter Loser und nicht als sexueller Belästiger rüberkommt, verdankt er seinen meist witzig geschriebenen Dialogen, die treffsicher von der „Barney Stinson“-Synchronstimme vorgetragenen werden. Da sind einige gute Lacher drin. Abseits von schmuddeligen Zoten gibt’s Seitenhiebe auf Influencer, Handy-Wahn, Popkultur, Games, Nerds und freilich Larry-Insider-Witze. Generell sind die Stimmen der Sprachausgabe bis auf gezählte Ausnahmen auf Hollywood-Niveau. Aber nicht nur die Akustik, sondern auch die Optik passt – der handgezeichnete Comic-Stil steht Larry gut. Hinweis: Nackte Tatsachen gibt’s serientypisch nur recht eingeschränkt zu sehen.

Beim Gameplay setzen die Macher auf Bewährtes: Am klassischen Point & Click wird wenig geschraubt, die Bedienung dankenswerterweise leicht vereinfacht. Das Inventory fällt trotzdem leider etwas unübersichtlich und ungelenk aus. Dieses kleine Manko lässt sich aber verschmerzen. Sehr praktisch sind die einblendbaren Hinweise auf benutzbare Objekte, damit man nicht wie früher üblich den Screen Pixel für Pixel absuchen muss. Die Rätsel sind ein Wechselbad: Oftmals logisch, teils fast zu offensichtlich, manchmal so crazy, dass man sie erraten oder durch systematisches Herumprobieren mit den Items lösen kann.

Fazit

Nicht nur im Verhältnis zu den letzten misslungenen Larry-Teilen ist „Wet Dreams don’t dry“ ein Schritt in die richtige Richtung. Entwickler Crazy Bunch schenkt dem wohl ersten Aufreißer der Gaming-Geschichte einen witzigen neuen Auftritt mit ganz eigenem Charme. Die Gags zünden überraschend oft, Larrys neue „Barney Stinson“-Stimme passt wie die Faust aufs Auge. Neueinsteiger, aber vor allem nostalgische Kenner des Originals werden damit einige Stunden lang ihre Freude haben. Die verhältnismäßig kurze Story schreitet angenehm locker nonlinear voran. Lediglich im letzten Drittel geht dem Game gefühlt etwas die Luft aus. Dass es hierzulande erst ab 18 erworben werden darf, verwundert angesichts der beschränkten Nacktheiten. Womöglich hat die verwegenen Szene mit dem Einhornkopf, der Disco-Abrissbirne und dem Regenbogen-Schweif damit etwas zu tun. Wer das selbst beurteilen will, muss wohl oder übel reinschauen.

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